Die erste Resilienzindex-Karte Deutschlands
Der Standort-Resilienzindex wird auf einer Skala von 0 (hochgradig verwundbar) bis 100 (vollständig resilient) aus den gewichteten Teilbewertungen der nachfolgenden Analysebereiche gebildet: Naturgefahren- und Geoexposition, Mobilitäts- und Erreichbarkeitsredundanz, Exposition kritischer Infrastruktur (KRITIS), Versorgung, Lieferketten, Autarkie, Kriminalitäts- und Sozialraumlage, Militärische Sekundärgefährdung, Governance und Katastrophenschutz sowie Kommunikationsresilienz.
Die Multiperspektivische Sicht auf Ihre – gegenwärtigen oder künftigen – Standorte
Sicherheit, Resilienz, Krisenfestigkeit usw. sind keine Einzelgrößen. Ein Land kann in der medizinischen Versorgung im grünen Bereich liegen und zugleich bei innerstaatlicher Gewalt, Korruption oder Naturgefahren tiefrot sein. Wer einen Standort nur aus der Perspektive betrachtet, die ihn gerade am stärksten beschäftigt, übersieht regelmäßig genau jene Domäne, die im Ernstfall den Ausschlag geben könnte.
Deshalb betrachten wir Standorte multiperspektivisch. Unsere RiskMaps bilden voneinander unabhängige Risikodomänen ab – unter anderem Terrorismus, innerstaatliche Gewalt, politische Risiken, Korruption, medizinische Risiken, Naturgefahren und Straßenverkehrsrisiken. Jedes Land ist auf einer fünfstufigen Skala klassifiziert, von „minimales Risiko“ (1) bis „extremes Risiko“ (5), in Ampelfarben von Grün bis Rot. Nebeneinander ergeben die Karten zusammen kein Einzelurteil, sondern ein Profil: Sie zeigen, wo ein Land trägt – und wo es bricht.
Die Fragen dahinter ähneln sich, gleich ob Sie privat oder unternehmerisch entscheiden. Reisende und Expats prüfen, worauf sie sich an ihrem Wohn- oder Einsatzort tatsächlich verlassen können. Auswanderer legen drei oder vier Zielländer nebeneinander, bevor sie Zeit und Geld in eine Detailprüfung investieren. Mittelständler und Unternehmen wägen Verlagerung, Zweitstandort oder Fertigungsredundanz ab. Family Offices suchen belastbare Ausweich- und Rückzugsstandorte, die gerade dann funktionieren, wenn der Primärstandort ausfällt. In allen Fällen leisten die RiskMaps dasselbe: Sie strukturieren die Vorauswahl und ersparen Ihnen, Kandidaten weiterzuverfolgen, die bereits auf Länderebene ausscheiden.
Und sie markieren zugleich ihre eigene Grenze. Eine RiskMap beantwortet die Länderfrage. Sie beantwortet nicht die Standortfrage. Risiko ist räumlich: Zwischen zwei Landkreisen desselben Landes – häufig schon zwischen zwei Ortsteilen – liegen größere Unterschiede als zwischen zwei Staaten. Ob die örtliche Gefahrenabwehr tagsüber alarmsicher ist, ob die Trinkwasserversorgung an einer einzigen Quelle hängt, ob ein Störfallbetrieb, ein Chemiepark oder eine militärische Anlage in der Hauptwindrichtung liegt, wie viele Menschen im Krisenfall zu Fuß in Ihre Richtung unterwegs wären, wie stabil die Wirtschafts- und Sozialstruktur der Gemeinde in zehn oder zwanzig Jahren sein wird – all das entscheidet sich unterhalb der Landesebene und ist auf keiner Länderkarte sichtbar.
Genau dort setzen unsere räumlichen Sicherheits-, Resilienz- und Sozialraumanalysen an. Für eine konkrete Adresse untersuchen wir das reale Umfeld: georeferenzierte Umkreisanalyse mit nachgerechneten Entfernungen zu Gefahren- und Versorgungsobjekten, Bedrohungslagen in vier Szenarienebenen vom Alltagsrisiko bis zum großflächigen Ausfall, Kritische Infrastrukturen und ihre Einzelfehlerstellen, Kriminalitäts- und Sozialraumstruktur, demografische Fortschreibung und wirtschaftliche Klumpenrisiken – zusammengeführt in einem gewichteten Standort-Resilienzindex, der Ihren Standort vergleichbar macht. Jede Datenlücke wird benannt, nicht geschätzt.
Nutzen Sie die RiskCompass-RiskMaps als erste Filter für Ihre Vorauswahl. Und lassen Sie die Standorte, die danach übrigbleiben, dort prüfen, wo Entscheidungen tatsächlich fallen: am Objekt. Nennen Sie uns den Ort – oder besser: die Adresse – bei einem gegenwärtigen Standort ebenso wie bei einem Kandidaten für Plan B¹ oder Plan C² – und wir sagen Ihnen das, was auf keiner Karte steht.
¹Wohnsitznahme an sicheren Ausweich-/Rückzugsorten (Nebenwohnung, Ferienwohnung/-haus, Safe House usw. im In-/Ausland).
²Temporäre/endgültige Migration ins Ausland (aus persönlichen, beruflichen/geschäftlichen Gründen).
Die RiskMaps
Wie günstig oder schwierig sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einem Land für Selbstständige, Unternehmer und/oder Investoren? Bewertet werden hier Faktoren wie Gründungs- und Gewerbefreiheit, Regulierung und Bürokratie, Steuerbelastung, Eigentumsrechte, Zugang zu Märkten und Kapital sowie die Rechtssicherheit. Länder mit hoher wirtschaftlicher Freiheit ermöglichen in der Regel eine vergleichsweise unkomplizierte Unternehmensgründung und bieten verlässliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten. In stärker regulierten Volkswirtschaften können dagegen bürokratische Hürden, staatliche Eingriffe, hohe Abgaben oder unsichere Rechtsverhältnisse unternehmerische Tätigkeit erheblich erschweren. Internationale Trends zeigen dabei deutliche Unterschiede zwischen liberalen und stärker interventionistischen Wirtschaftsordnungen.
Aktuelle Statistiken zeigen für 2026, dass die weltweiten Opferzahlen durch Terrorismus spürbar sinken. Dennoch verschieben sich die Gefahrenzonen im Jahr 2026 dynamisch: Pakistan gilt derzeit als das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Hotspots in Subsahara-Afrika. Sechs der zehn am stärksten betroffenen Länder liegen in dieser Region. Vor allem im Sahel (wie in Burkina Faso und Niger) sowie in Nigeria und der DR Kongo fordern Ableger des Islamischen Staates und lokale Milizen die meisten Opfer weltweit. Auch Pakistan verzeichnet durch die Rückkehr der Taliban im benachbarten Afghanistan eine massive Welle der Gewalt. Angetrieben durch Gruppen wie die TTP erreicht die Terroraktivität dort den höchsten Stand seit über zehn Jahren. Westliche Demokratien zählen zwar insgesamt weit weniger Anschläge, aber einen drastischen prozentualen Anstieg der Todesfälle. Die Bedrohung in europäischen Staaten (wie Deutschland oder Frankreich) geht primär von politischem Extremismus, Antisemitismus sowie digital radikalisierten Einzeltätern aus, die ohne feste Organisationsstrukturen agieren.
„Kidnap & Ransom“ bezeichnet die gezielte Entführung von Personen, um von Angehörigen, Arbeitgebern oder Staaten ein hohes Lösegeld zu erpressen. Für Reisende, Expats und Auswanderer stellt dies ein gravierendes Risiko in Regionen mit schwacher Sicherheitsinfrastruktur, Korruption oder bewaffneten Konflikten dar. Zu den weltweit gefährlichsten Ländern für solche Geiselnahmen zählen insbesondere Staaten wie Libyen, Mali, Somalia, Sudan und Südsudan, krisengeschüttelte Gebiete wie Afghanistan, Syrien und Jemen (z.B. aktive Geiselnahme durch Milizen, willkürliche Verschleppungen), aber auch Venezuela, Nigeria oder Mexiko (organisierte Kriminalität und Kartelle). Es gibt spezielle Lösegeld- und Entführungsversicherungen, die nicht nur das geforderte Lösegeld abdecken, sondern vor allem auch professionelle Krisenberater und Sicherheitsteams für Verhandlungen und die Rettung vermitteln.
Wie hoch ist das Risiko für Naturgefahren in den jeweiligen Ländern einzuschätzen? Diese Karte berücksichtigt dabei nicht nur die Häufigkeit und Intensität von Ereignissen wie Erdbeben, Wirbelstürmen, Überschwemmungen, Dürren oder Vulkanausbrüchen, sondern auch die Fähigkeit eines Landes, Naturkatastrophen zu bewältigen. Entscheidend sind unter anderem Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Katastrophenschutz, staatliche Handlungsfähigkeit und gesellschaftliche Resilienz. Der Klimawandel verändert vielerorts die Gefährdungslage und kann insbesondere Extremwetterereignisse verstärken. Ein hohes Naturgefahrenrisiko bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass ein Land unsicher ist: Leistungsfähige Institutionen und hohe Resilienz können die Auswirkungen erheblich begrenzen. Reisende, Expats und (potenzielle) Auswanderer erhalten somit eine schnelle Orientierung bei der Einschätzung des individuellen Standortrisikos.