{"id":517890,"date":"2025-06-22T18:46:08","date_gmt":"2025-06-22T16:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/infodienst.info\/?p=517890"},"modified":"2025-07-24T18:45:49","modified_gmt":"2025-07-24T16:45:49","slug":"esa-baeumt-sich-auf-weltraumoasen-auf-mond-und-mars-im-jahr-2040","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infodienst.info\/?p=517890","title":{"rendered":"ESA b\u00e4umt sich auf: \u00bbWeltraumoasen\u00ab auf Mond und Mars im Jahr 2040"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>In den letzten 10.000 Jahren entwickelte die Menschheit etwa 20 Hochkulturen, die alle unterschiedliche Schwerpunkte kannten, doch nur eine einzige Hochkultur, die aus der Antike kommende Kultur des Abendlandes, fand den Durchbruch zu einer technischen Hochkultur, die inzwischen die Erde dominiert<\/em>.\u00ab (\u2026) \u00bb<em>Welch eine wissenschaftliche Potenz in der Antike vorhanden war und mit ihr unterging, zeigt das Beispiel von Eratosthenes, ein Universalgenie aus Alexandria in \u00c4gypten. Eratosthenes hatte genau in der Mittagszeit St\u00f6cke in den Boden gesteckt und in verschiedenen Gegenden den Schattenwurf der Sonne exakt vermessen. Aus dieser Schattenl\u00e4nge konnte er berechnen, dass die Erde eine Kugel ist; bei der Bestimmung des Erdumfangs irrte er sich nur um wenige Prozent. H\u00e4tte sich die Forschungslust der Antike l\u00fcckenlos fortgesetzt und w\u00e4re sie nicht in Europa durch das Mittelalter unterbrochen worden, dann w\u00e4re der technisch-naturwissenschaftliche Standard unserer Zeit vielleicht noch h\u00f6her, als er tats\u00e4chlich ist<\/em>\u00ab, stellte der Molekularbiologe und Autor Manfred Reitz in seinem Werk \u203aLeben jenseits der Lichtjahre\u2039\u00b9 fragend fest.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Angesichts der zu Deindustrialisierung und Bildungsabsturz f\u00fchrenden Politik einer herrschenden Ochlokraten-\/Kakistokraten-Klasse in Deutschland und der EU stellt sich erneut die Frage nach einem Abbruch der technisch-naturwissenschaftlichen Entwicklung. Dennoch scheint es in Europa noch Geister zu geben, die sich diesem Trend mit Ehrgeiz entgegenstemmen. Denn was m\u00f6glich ist und seiner Umsetzung harrt, hat die Europ\u00e4ische Weltraumorganisation ESA in den Manifesten <a href=\"https:\/\/www.esa.int\/About_Us\/ESA_Strategy_2040\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ESA Strategy 2040<\/a> und <a href=\"https:\/\/esamultimedia.esa.int\/docs\/technology\/Technology_2040.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ESA Technology 2040 Vision<\/a> zusammengefasst. Jenseits der \u00fcblichen Bet\u00e4tigungsfelder wie Erdbeobachtung, Navigation oder Sicherheit bzw. Verteidigung, wird nun der fernere Weltraum ins Visier genommen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Den Pl\u00e4nen der ESA-Wissenschaftler zufolge, k\u00f6nnte bald damit begonnen werden, innerhalb der n\u00e4chsten f\u00fcnfzehn Jahre im gesamten Sonnensystem dauerhafte Habitate zu errichten. Das Dokument \u00bbTechnology 2040 Vision\u00ab skizziert eine Zukunft, in der Menschen autarke Kolonien sowohl auf der Mond- als auch auf der Marsoberfl\u00e4che dauerhaft bewohnen. Der Vision zufolge werden diese au\u00dferirdischen Siedlungen als lebensspendende \u00bbWeltraumoasen\u00ab \u00fcber geschlossene Lebenserhaltungssysteme und fortschrittliche M\u00f6glichkeiten zur Ressourcenverwaltung verf\u00fcgen. Dies erm\u00f6gliche es den Bewohnern, nicht nur zu \u00fcberleben, sondern auch zu gedeihen. Neben der Kolonisierung von Himmelsk\u00f6rpern sehen die Entw\u00fcrfe auch orbitale Lebensr\u00e4ume (Weltraumkolonien) rund um die Erde vor.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Europ\u00e4ische Raumfahrtbeamte beschreiben die Strategie als Transformation der Menschheit in eine \u00bbinterplanetarische Spezies\u00ab durch revolution\u00e4re technologische Fortschritte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Vision der Weltraumagentur umfasst autonome, mit k\u00fcnstlicher Intelligenz ausgestattete Erkundungsroboter, die eigenst\u00e4ndig bisher unzug\u00e4ngliche Orte erforschen. Diese Maschinen werden in der Lage sein, ihre Operationspriorit\u00e4ten selbst zu bestimmen, beispielsweise, ob sie in au\u00dferirdische Ozeane hinabsteigen oder durch Marsh\u00f6hlen- oder -kratersysteme navigieren. Durch Bergbauarbeiten auf Asteroiden und Kometen werden sowohl wertvolle Mineralien als auch wissenschaftliche Daten \u00fcber die Entstehung unseres Sonnensystems gewonnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die ESA geht davon aus, dass die orbitale Fertigung die derzeitigen Beschr\u00e4nkungen durch die Nutzlastkapazit\u00e4t der Raketen beseitigen wird. In dem Dokument hei\u00dft es: \u00bb<em>Gro\u00dfe Weltraumstrukturen unterliegen nicht mehr den Beschr\u00e4nkungen der Abmessungen von Tr\u00e4gerraketen. Entweder im Weltraum entfaltet oder direkt im Orbit oder auf der Oberfl\u00e4che des Mondes oder Mars hergestellt und zusammengebaut, k\u00f6nnen diese Mammutkonstruktionen so gro\u00df sein, wie sie sein m\u00fcssen<\/em>.\u00ab Mithilfe der M\u00f6glichkeit des 3D-Drucks k\u00f6nnten riesige Infrastrukturen direkt im Weltraum errichtet werden, ohne dass Materialien teuer von der Erde transportiert werden m\u00fcssten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Josef Aschbacher, deutscher Generaldirektor der ESA, forderte die Mitgliedsstaaten auf, die strategische Vision f\u00fcr die kommenden zwanzig Jahre zu unterst\u00fctzen: \u00bb<em>Dies ist nicht nur ein Fahrplan, sondern ein Aufruf zum Handeln<\/em>\u00ab, <a href=\"https:\/\/www.esa.int\/About_Us\/ESA_Strategy_2040\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erkl\u00e4rte<\/a> er.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Dokumente kommen zum Schluss, der hei\u00dft: \u00bb<em>Die Expansion in den Weltraum ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Der Weltraum ist keine Grenze mehr, sondern ein Territorium. Er erschlie\u00dft unbekannte Ressourcen, die neue M\u00e4rkte er\u00f6ffnen und wissenschaftliche Durchbr\u00fcche erm\u00f6glichen<\/em>.\u00ab Die Agentur prognostiziert eine \u00bb<em>rasante technologische Entwicklung, die unser Verst\u00e4ndnis des Weltraums und der Rolle der Menschheit darin neu definieren wird<\/em>\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00b9Manfred Reitz, Leben jenseits der Lichtjahre: Die Wissenschaften auf der Suche nach au\u00dferirdischen Intelligenzen, Taschenbuch, Insel Verlag, Frankfurt am Main\/Leipzig, 1998.<br \/>\n\u00a9 \u203aInfodienst fut\u016brum\u2039. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/small><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbIn den letzten 10.000 Jahren entwickelte die Menschheit etwa 20 Hochkulturen, die alle unterschiedliche Schwerpunkte kannten, doch nur eine einzige Hochkultur, die aus der Antike kommende Kultur des Abendlandes, fand den Durchbruch zu einer technischen Hochkultur, die inzwischen die Erde dominiert.\u00ab (\u2026) \u00bbWelch eine wissenschaftliche Potenz in der Antike vorhanden war und mit ihr unterging,&nbsp;&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":517891,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[297],"tags":[],"class_list":["post-517890","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltraumkolonisierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/517890","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=517890"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/517890\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":630910,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/517890\/revisions\/630910"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/517891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=517890"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=517890"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/infodienst.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=517890"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}