{"id":333894,"date":"2025-04-27T21:10:39","date_gmt":"2025-04-27T19:10:39","guid":{"rendered":"https:\/\/infodienst.info\/?p=333894"},"modified":"2026-01-22T21:18:42","modified_gmt":"2026-01-22T20:18:42","slug":"these-intellektuelle-akteure-eines-neuen-klassenkampfes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infodienst.info\/?p=333894","title":{"rendered":"These: Intellektuelle \u2013 Akteure eines neuen Klassenkampfes?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Klassenkampf nach altmarxistischer Theorie sollte zwischen ausbeutenden Klassen (Kapitalisten) und ausgebeuteten Klassen (Proletarier) stattfinden. Er fand in \u203aReinform\u2039 so nie und nirgends statt. Marx irrte sich hinsichtlich der Akteure, aber nicht hinsichtlich der Tatsache des Klassenkampfes. Insbesondere die Asymmetrie der Macht ist nach wie vor technischer Kern jedes Klassenkampfes. Im Gegensatz zur marxistischen Prophezeiung einer Konfrontation zwischen Proletariat und Bourgeoisie hat sich in j\u00fcngster Zeit jedoch der Ph\u00e4notypus des Ausbeuters ver\u00e4ndert.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\"><small>\u00bb<em>Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg f\u00fchrt, und wir gewinnen<\/em>\u00ab (Warren E. Buffett, New York Times, 26.11.2006).<\/small><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wer sind die Akteure dieser neuen Klassenk\u00e4mpfe, dieses ebenso offenen wie unerkl\u00e4rten B\u00fcrgerkriegs? Wer sind die Aktiven und wer die Passiven? Wer die Lehensherren \u2013 die Prinzipale \u2013 und wer die Vasallen, die Hintersassen?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der US-amerikanische Antisteuer-Lobbyist Grover Norquist beschrieb die Antagonisten in diesem Klassenkampf dichotom als die \u203aTakings Coalition\u2039, die \u203aNehmende Hand\u2039 (d.h. die moderne US-amerikanische Linke), die sich die steuerzahlende Gebende Hand (der Mitte-Rechts-W\u00e4hler), die sog. \u203aLeave Us Alone Coalition\u2039, zur Beute nahm. Die \u203aTakings Coalition\u2039 umfasst als heterogene Klasse alle, die f\u00fcr ihren Lebensunterhalt auf Staatsausgaben, Mandate, Subventionen oder Quoten angewiesen sind, statt auf freie M\u00e4rkte oder Freiwilligkeit. Ihr Ausbeutungsobjekt ist die \u203a<a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/Leave-Us-Alone-Getting-Governments\/dp\/0061133957\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leave Us Alone Coalition<\/a>\u2039 (\u203aRegierung, lass uns in Ruhe\u2039) als der wertsch\u00f6pfend passive Teil der Gesellschaft. Sie wird beschrieben als eine \u2013 ebenfalls \u2013 heterogene Klasse, die aber den Staat und die Regierung weder um Aufmerksamkeit noch um Zeit oder das Geld anderer anbettelt, sondern einfach in Ruhe gelassen werden m\u00f6chte, um ein eigenbestimmtes Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen, zu dem sie sich aus eigener Kraft und eigenem Willen bef\u00e4higt sieht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Engl\u00e4nder Sean Gabb, Direktor der \u203aUnited Kingdom Libertarian Alliance\u2039, kennzeichnete die Klasse der \u203aTakings Coalition\u2039 oder der \u203aNehmenden Hand\u2039 als die \u203aEnemy Class\u2039. Damit beschrieb er nicht den (marxistischen) Klassenfeind, sondern die Feinde aller produktiven Menschen: Politiker und h\u00f6here Beamte zum Beispiel sowie ihre per Gesetz gesch\u00fctzten und\/oder von Steuergeldern gest\u00fctzten Hilfsarmeen, das akademische Lumpenproletariat der NGOs, der Medien, im Bildungssektor, in Gewerkschaften und in den Chefetagen subventionierter Konzerne. Es sei letzten Endes ein Kampf zwischen Individuum und Staat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ebenfalls dichotomisch, wenn auch auf einer anderen Ebene, identifizierte der britische Publizist David Goodhart zwei neue \u203a<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Road-Somewhere-Familie-Gesellschaft-m\u00fcssen\/dp\/3967060187\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Metaklassen<\/a>\u2039 bzw. Gesellschaftsschichten, die sich buchst\u00e4blich radikal in ihren Lebensweisen unterscheiden: Die \u203aAnywheres\u2039 (Irgendwos) und die \u203aSomewheres\u2039 (Dagebliebenen). Beide Gruppen trennt eine beinah un\u00fcberwindbare gesellschaftliche Sollbruchstelle, ein Riss durch die Gesellschaft, so dass sie sich in einem neuen, als Kulturkrieg besch\u00f6nigten Klassenkampf, unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcberstehen. Wobei die aktive, angreifende Klasse die \u203aAnywheres\u2039 sind. W\u00e4hrend die \u203aSomewheres\u2039 eher lokal oder regional verwurzelt, sozusagen auf die l\u00e4ndliche Scholle orientiert sind, zeichnen sich \u203aAnywheres\u2039 durch h\u00f6here Mobilit\u00e4t aus. Sie sind ihrem Selbstverst\u00e4ndnis gem\u00e4\u00df internationalistisch und ortsungebunden, in jedem Fall aber gro\u00dfst\u00e4dtisch ausgerichtet. Auch wenn die \u203aAnywheres\u2039 als gro\u00dfst\u00e4dtisch gepr\u00e4gte Kosmopoliten buchst\u00e4blich \u00fcberall-und-nirgends zuhause sind, unterscheidet sie von den heimattreuen, heimatverbundenen \u203aSomewheres\u2039 \u2013 die \u203aSesshaften\u2039, die weitgehend der oben gezeichneten \u203aLeave Us Alone Coalition\u2039 entsprechen, nicht eigentlich die Geografie des Wohnorts, sondern die soziale Differenz, das Mindset.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die \u203aAnywheres\u2039 als vermeintliche Gewinner des technischen Fortschritts und der Globalisierung sind meist Akademiker, mehrsprachig, staatlich wohl besoldet oder in der wissensbasierten Wirtschaft t\u00e4tig. Im Gegensatz dazu sind die einkommensschw\u00e4cheren Somewheres, beruflich als Kleingewerbetreibende, Arbeiter oder Bauern lokal gebunden mit N\u00e4he zu Familie, Haus, Kirche, Arbeit, Sprache und Tradition.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Selbst wenn die \u203aAnywheres\u2039, laut Goodhart, in allen L\u00e4ndern des Westens eine Minderheit von nur 15 bis h\u00f6chstens 25 Prozent darstellen \u2013 gegen\u00fcber den \u203aSomewheres\u2039 mit rund 50 Prozent Bev\u00f6lkerungsanteil, bestimmen sie den Deutungsdiskurs. Das Auff\u00e4llige: Sie haben die Herrschaftsebenen so durchdrungen, dass sie Gesellschaft und Politik unabh\u00e4ngig davon dominieren, welche politische Partei oder Koalition gerade an der Macht ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Am deutlichsten zeigt sich das etwa bei Fragen rund um das Thema Einwanderung. W\u00e4hrend f\u00fcr mindestens 50 Prozent der \u203aSomewheres\u2039 die Einwanderungszahlen \u00bbviel zu hoch\u00ab sind, w\u00fcnscht der extremste, drei bis vier Prozent der \u203aAnywheres\u2039 z\u00e4hlende Teil von \u203aGlobal Villagers\u2039, sogar noch mehr Einwanderung. \u203aHardcore-Anywheres\u2039, w\u00e4hnen sich gar als Krieger in einer Art Entscheidungsschlacht gegen die Barbaren, f\u00fcr die sie die \u203aSomewheres\u2039 \u2013 als die \u203aAbgeh\u00e4ngten\u2039 \u2013 halten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Versch\u00e4rft sich dieser Klassenkampf weiter, m\u00fcsse man sich Goodhart zufolge \u00bbauf noch st\u00fcrmischere Zeiten gefasst machen\u00ab.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das 0,1 Prozent<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der US-amerikanische Soziologe Charles Wright Mills beschrieb die Machtstruktur der US-amerikanischen Gesellschaft seiner Zeit in den 1950er Jahren als ein Netzwerk eng verflochtener Beziehungen zwischen den obersten F\u00fchrern von Finanzwesen, Politik, Milit\u00e4r, Geheimdiensten und Wissenschaft. Die Angeh\u00f6rigen dieser Gruppen wechselten in einer Art Dreht\u00fcreneffekt (\u203aRevolving Door\u2039) immer mal wieder die Seiten, wobei sie sich nicht selten gegenseitig korrumpierten, erkl\u00e4rte Mills. Heute hat sich dieses Verfahren \u00fcber den ganzen Globus ausgebreitet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Hans J\u00fcrgen Krysmanski (HJK), 2016 verstorbener emeritierter Soziologieprofessor der Universit\u00e4t M\u00fcnster, wies in seinen Studien \u00fcber Machtstrukturforschung (Power Structure Research), die sich auf die Erkenntnisse von Mills berufen (The Power Elite, 1956), darauf hin, dass trotz der allt\u00e4glichen Berichterstattung \u00fcber die Staatsschuldenkrise, die alle westlichen Staaten im selbstverschuldeten W\u00fcrgegriff h\u00e4lt, kaum einmal die Frage nach den Gl\u00e4ubigern der finanziell klammen Staaten aufgeworfen wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Zinsen, die der Bund f\u00fcr seine Schulden berappen muss, belaufen sich seit Jahren auf Dutzende Milliarden Euro (oder US-Dollar). Im Jahr 2022 bezahlte nur der Bund allein eine Summe von rund 15,3 Milliarden Euro an Zinsen. 2023 waren es \u00fcber 42 Milliarden Euro Zinskosten. Die Zinslast verbirgt sich im Bundeshaushalt hinter dem Einzelplan 32 (\u00bbBundesschuld\u00ab). Dies sind nur die abzuf\u00fchrenden Zinsen \u2013 ohne Tilgungen. Bereits im Jahr 2011 \u00fcberwies die Bundesrepublik Deutschland (Bund, L\u00e4nder und Gemeinden) rund 62 Milliarden Euro an Zinsen \u2013 irgendwohin. Nach Auskunft der Deutschen Bundesbank war die Bundesrepublik Deutschland Ende des 2. Quartals 2023 mit sechs Billionen Euro (<a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/resource\/blob\/775746\/e9699f2dd5b84474ffd8acc3b5cfe392\/mL\/auslandsverschuldung-data.xlsx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bruttoauslandsverschuldung<\/a>) im Ausland verschuldet. Aber bei wem? Bekannt ist nur, dass die kleinen Privatanleger gerade ein Volumen von zwei Prozent der Staatspapiere halten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der durch Steuern finanzierte Staat gilt \u2013 nach wie vor \u2013 als der sicherste aller Schuldner. Er ist daher ein hei\u00df umworbener Kunde der \u203aGeldverleiher\u2039, die fest mit einem st\u00e4ndig von den Steuerzahlern aufzubringenden Zinsstrom rechnen. Und diese Zinsen flie\u00dfen (inkl. der Tilgungen) auf die Konten der global agierenden Super-, Ultra-, Mega- sowie Hyperreichen und Verm\u00f6genden bzw. an deren \u203aFrontorganisationen\u2039 (HJK) wie Investmentbanken, Pensions- oder Hedgefonds, hinter denen sie sich verstecken. Und das Risiko ist f\u00fcr sie \u00fcberschaubar, verpf\u00e4ndet der Staat doch einen gro\u00dfen Teil des Steueraufkommens an sie.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Obwohl diese \u203aStaats-Gl\u00e4ubiger\u2039 zu den verm\u00f6gendsten Menschen der Welt z\u00e4hlen, sind sie seit Jahren in der \u00f6ffentlichen Diskussion unsichtbar, ja, sie haben sich konsequent ausgeblendet, obwohl sie dank ihrer Geldmacht im Hintergrund wirksam sind wie keine andere gesellschaftliche Gruppe. Aber sie bewegen sich mit einem pr\u00e4zise konstruierten Low Profile im Halbdunkel des politisch-gesellschaftlichen Lebens. In Grauzonen. Niemand soll wissen, wie m\u00e4chtig und wie gef\u00e4hrlich sie sind. Niemand soll sie identifizieren k\u00f6nnen. Sie camouflieren sich als gute Hirten, Philanthropen, Wohlt\u00e4ter der Menschheit. Sie behaupten, \u00fcber das Wasser gehen zu k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich aber gehen sie bestenfalls \u00fcber Leichen. Ihre St\u00e4rke ist es, von den meisten Menschen nicht einmal erahnt zu werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Geldmachtklasse ist \u00bb<em>jenseits aller demokratischen Prozesse entstanden<\/em>\u00ab. Ihr Gesch\u00e4ftsmodell ist die leistungslose Schaffung von Geld aus Geld, seit Kurzem auch die Schaffung von Geld aus Luft (CO2). Das profitabelste und menschenfeindlichste Gesch\u00e4ft \u00fcberhaupt \u2013 und der innerste verborgene Kern der Klimawandelideologie. Die in der gesellschaftlichen Pyramidenspitze informell versammelte Geldmachtklasse des Planeten Erde ist eine \u00bb<em>v\u00f6llig losgel\u00f6ste und zu allem f\u00e4hige<\/em>\u00ab (HJK) soziale Schicht, die als Letzteigent\u00fcmer einen Gro\u00dfteil der globalen \u00d6konomie kontrolliert. Ihr geh\u00f6ren im Wesentlichen an \u2026<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">der alte Blut-Adel (europ\u00e4ische K\u00f6nigsh\u00e4user, F\u00fcrsten- und auch islamische Scheicht\u00fcmer);<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">die Erb-Dynastien (alte Bankiers-\/Fabrikantenfamilien);<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">der neureiche Geld-Adel (Verm\u00f6gensverwalter, Pensions- und Hedgefonds-Manager, B\u00f6rsenspekulanten, Tech-Milliard\u00e4re [Silicon Valley], usw.);<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">die Mafia-Milliard\u00e4re (OK\/Drogenkartelle, Clans von Gro\u00dfkriminellen, Tiefer Staat);<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">die Oligarchen (korrupte Privatisierungsprofiteure der ehem. Ostblock- und Sowjetstaaten usw.).<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-947 aligncenter\" src=\"https:\/\/aeon-z.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Geldmacht_1.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"720\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Vorhandensein einer solchen Klasse ist kein Verschw\u00f6rungsmythos, sondern nachweisbare Praxis. Ihre Verm\u00f6gen sind so gewaltig, so weit verzweigt in der Welt, so gut platziert, in echten Sachwerten wie in Energieerzeugung, Wasserversorgung, Grundversorgung, Krankenhausketten, Lebensmittelversorgung, Immobilien in 1a-Gro\u00dfstadtlagen, riesigen L\u00e4ndereien, Rohstoffvorkommen, Hochtechnologieunternehmen mit Weltpatenten angelegt, und \u2013 das Wichtigste: ihre Verm\u00f6genswerte und Besitzt\u00fcmer sind so gut getarnt und versteckt, dass die Erde schon atomar in die Steinzeit gebombt werden m\u00fcsste, damit auch sie nur noch im letzten Hemd dast\u00fcnden. Stattdessen plant diese exklusive Klasse schon den Umzug in eine Weltraumkolonie am Lagrange-Punkt L<sub>5<\/sub> zwischen Erde und Mond, wie im US-amerikanischen Science-Fiction-Film Elysium (2013) angedeutet. Neben transhumanistischen \u203aImmortality-Projekten\u2039, von denen sie sich Unsterblichkeit erhoffen, finanzieren Angeh\u00f6rige dieser Schicht auch die Umsiedlung in den Weltraum mit Milliardensummen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Hinter weitgehend verschlossenen T\u00fcren finden sich die Angeh\u00f6rige dieser Klasse in privaten Runden zusammen, um gegenseitig die eigenen Interessen zu sondieren und zu sortieren. In \u203aTafelrunden\u2039, wie etwa in der 2015 von Lady Lynn Forester de Rothschild gegr\u00fcndeten \u203a<a href=\"https:\/\/www.inclusivecapitalism.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Coalition for Inclusive Capitalism<\/a>\u2039. Lady Lynn Forester de Rothschild ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin von \u203aInclusive Capital Partners, L.P.\u2039, Mitglied u.a. des Council on Foreign Relations und pers\u00f6nliche Freundin von Bill und Hillary Clinton. Solche Sachverhalte m\u00fcssen dann durch aufw\u00e4ndige Propaganda vernebelt werden. Eine typische Verschleierungskampagne ist in diesem Fall die Gr\u00fcndung des gemeinn\u00fctzigen \u203aCouncil for Inclusive Capitalism with the Vatican\u2039 (<a href=\"https:\/\/www.influencewatch.org\/non-profit\/council-for-inclusive-capitalism-with-the-vatican\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CICV<\/a>). Dieser Rat schloss 2020 eine \u00bbhistorische neue Partnerschaft\u00ab der Koalition mit dem damaligen r\u00f6misch-katholischen Pontifex maximus Jorge Mario Bergoglio SJ (Papst Franziskus). Selbstverst\u00e4ndlich stets mit altruistischen und philanthropischen Absichten sowie nachhaltigen und wertebasierten Gesch\u00e4ftsmodellen untermauert, die sich nach Selbstauskunft an \u00bblinks-progressiven Priorit\u00e4ten\u00ab orientieren. Die Mitglieder dieses Rates, die sich selbst als \u203aW\u00e4chter\u2039 (Guardians) bezeichnen, repr\u00e4sentieren (Stand 2023) mehr als 10,5 Billionen US-Dollar an verwaltetem Verm\u00f6gen, Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von \u00fcber 2,1 Billionen US-Dollar und 200 Millionen Arbeitnehmern in \u00fcber 163 L\u00e4ndern. Der Papst hatte in dieser Runde die Funktion eines \u00bbHauptberaters\u00ab und \u00bbmoralischen F\u00fchrers\u00ab. Dazu traf er sich j\u00e4hrlich mit den \u203aW\u00e4chtern\u2039. Daneben existiert als weiterer Interessenverein und Initiative das \u203aEmbankment Project for Inclusive Capitalism\u2039 (EPIC), deren Mitglieder ein verwaltetes Verm\u00f6gen (AUM) von fast 32 Billionen US-Dollar repr\u00e4sentieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die britische Tageszeitung \u203aThe Guardian\u2039 bezeichnete den inklusiven Kapitalismus als ein \u00bb<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/environment\/earth-insight\/2014\/may\/28\/inclusive-capitalism-trojan-horse-global-revolt-henry-jackson-society-pr-growth\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trojanisches Pferd<\/a>\u00ab, das von den Wirtschaftseliten organisiert w\u00fcrde, um den Status quo unter dem Vort\u00e4uschen progressiver Ideale aufrechtzuerhalten und die \u00bbkommende globale Revolte\u00ab im Voraus zu untergraben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fragw\u00fcrdig ist dabei nicht der Reichtum solcher Personen. Fragw\u00fcrdig ist nur, dass sich erstens dieser Reichtum \u2013 oft \u00fcber Jahrhunderte hinweg \u2013 dynastisch verstetigt und akkumuliert. Und, dass zweitens, damit politische Macht erkauft wird, ohne durch einen fairen Wahlkampf und eine demokratische Wahl legitimiert zu sein.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In ihrer 2018 erschienen <a href=\"https:\/\/press.uchicago.edu\/ucp\/books\/book\/chicago\/B\/bo29143391.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie<\/a> \u00bbBillionaires and Stealth Politics\u00ab weisen die US-amerikanischen Politikwissenschaftler Benjamin I. Page, Jason Seawright und Matthew J. Lacombe nach, dass US-Million\u00e4re ihren pr\u00e4ferierten Politikern bzw. politischen Parteien pro Jahr durchschnittlich etwa 4.500 US-Dollar zuwenden. Milliard\u00e4ren ist diese Unterst\u00fctzung im Schnitt sogar 500.000 US-Dollar j\u00e4hrlich wert. Die Autoren betonen, dass es sich bei diesen Summen lediglich um die offiziell gemeldeten Spenden handelt. Und weiter: 40 Prozent aller politischen Spenden kommen von den oberen 0,0001 Prozent der US-amerikanischen Gesellschaft (die aus zirka 335 Mio. Einwohnern besteht), also von weniger als tausend Multimillion\u00e4ren und Milliard\u00e4ren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Investments m\u00fcssen sowohl abgesichert und realisiert als auch deren Ertr\u00e4ge eingetrieben werden. Deshalb sind nach Krysmanski um diese oben skizzierte gesellschaftliche \u00bbPyramidenspitze\u00ab (z.B. USA 2022: 725 Milliard\u00e4re und 22 Millionen Million\u00e4re) herum mehrere Ringe von \u00bbWagenburgen\u00ab aus Domestiken angeordnet, die ihr zuarbeiten, sie sch\u00fctzen und auch von ihr abh\u00e4ngen. Es sind dies:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">die, zumeist angestellten, globalen Konzerneliten (CEOs) aller Wirtschaftsbereiche, die f\u00fcr die Verwertung, Absicherung und Expansion des Kapitals verantwortlich sind;<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">die parteipolitischen Funktionseliten, die aus der Sicht des Geldmachtapparats als politische Dienstklasse die Funktion der Verteilung des Reichtums von \u00bbunten\u00ab nach \u00bboben\u00ab hat, und dieser Umverteilung durch Lobbyismus und Korruption nachhilft;<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">die Schicht der dienenden Wissens-\u203aEliten\u2039, also Technokraten und Experten aller Art, kurz: die Ideologen und Propagandisten in den Medien, Instituten, Denkfabriken, NGOs usw. Seit Jahrzehnten wird dieser Sektor als eine Art zweiter \u00f6ffentlicher Dienst geflutet von der Reservearmee des urban-akademischen Lumpenproletariats, die sich an den steuerfinanzierten Futtertr\u00f6gen m\u00e4stet, die mit den Ertr\u00e4gen der zahlenm\u00e4\u00dfig immer weiter abnehmenden Klasse der wertsch\u00f6pfend Werkt\u00e4tigen gef\u00fcllt werden. Dieser \u00dcberschuss an Akademikern, die zum gro\u00dfen Teil nichts anbieten k\u00f6nnen, was auf einem freien Markt nachgefragt w\u00fcrde, sind u.a. das Ergebnis wiederholt gescheiterter Bildungsreformen.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-948 aligncenter\" src=\"https:\/\/aeon-z.org\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Geldmacht_3.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"720\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Klassen, insbesondere die zuletzt genannte, bilden den globalen, heils- und glaubens- sowie manipulationsindustriellen Propaganda- und Zensur-Komplex als hirnwaschenden \u00dcberbau der Macht- und Herrschaftssicherung sowie der Selbstbereicherung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Klasse der sogenannten Wissens-\u203aEliten\u2039 (die der Reservearmee des urban-akademisches Lumpenproletariat entstammt) obliegt in diesem Spiel erstens die Aufgabe, Wirklichkeit so zu definieren, wie sie die von ihnen verachtete wertsch\u00f6pfende Klasse der Werkt\u00e4tigen sehen soll. Und zweitens, die Durchsetzung politischer Weltbilder sowie die Implementierung erw\u00fcnschter Geschichtserz\u00e4hlungen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ihre Hauptaufgabe besteht indessen darin, Handlungsm\u00f6glichkeiten einzugrenzen. Das hei\u00dft: diese Auftragsklasse entwickelt immer effizientere Technologien der Gehirnw\u00e4sche und informationellen, psychologischen, kognitiven Kriegsf\u00fchrung mit dem Ziel, dass gewisse (die weitgehend anonyme Geldmachtklasse gef\u00e4hrdende) Dinge nicht mehr gedacht werden. Insbesondere jedoch, dass gewissen Dinge \u2013 in Ermangelung spezifischen Hintergrundwissens \u2013 \u00fcberhaupt nicht mehr gedacht werden k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die internationale Geldmachtklasse ist eine quantitativ kaum sichtbare Minderheit. Ihre Interessen stehen in einem scharfen Kontrast zu den Interessen der Bev\u00f6lkerungen. Mit der Durchsetzung ihrer Interessen sind die drei genannten, abh\u00e4ngigen Dienstklassen beauftragt. Die aktivsten Teile dieser, in einem losen Verh\u00e4ltnis zur Geldmachtklasse stehenden Dienstklassen \u2013 Verwertungs-, Verteilungs- und Wissensklasse, bilden untereinander ein unsichtbares Netzwerk, das Insider als \u203aTiefer Staat\u2039 bezeichnen. Der Begriff wurde urspr\u00fcnglich in der T\u00fcrkei (t\u00fcrkisch: \u203aderin devlet\u2039) verwendet f\u00fcr die offenkundige Tatsache einer \u00fcber Jahrzehnte gewachsenen konspirativen Verflechtung von Milit\u00e4r, Geheimdiensten, Politik, Justiz, Verwaltung, Rechtsextremismus und Mafia (insbesondere Killerkommandos).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Angeh\u00f6rigen des Tiefen Staats vollziehen untereinander im oben, von Mills beschriebenen Dreht\u00fcrenverfahren (\u203aRevolving Door\u2039), den fliegenden \u00dcbergang von der einen zur anderen Seite hin und wieder zur\u00fcck \u2013 und verfestigen dadurch nur ihr informelles Machtgef\u00fcge. Da wechseln stramme, bislang eher als Hinterb\u00e4nkler bekannte Parteisoldaten ins Amt des Bundesverfassungsgerichtspr\u00e4sidenten oder in das des Pr\u00e4sidenten des Bundesamts f\u00fcr Verfassungsschutz. Da wird die ausl\u00e4ndische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin einer internationalen NGO nach Schnelleinb\u00fcrgerung verbeamtete Staatssekret\u00e4rin im Ausw\u00e4rtigen Amt. Oder es l\u00e4sst sich der Aufsichtsratsvorsitzende von BlackRock in Deutschland zum Bundesvorsitzenden und Vorsitzenden der Bundestagsfraktion einer einst konservativen Partei und anschlie\u00dfend zum Bundeskanzler w\u00e4hlen. Und so weiter. Da wird auch keine Scham empfunden, wenn sich die Funktionstr\u00e4ger des Bundeskabinetts mit denjenigen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) wiederholt hinter verschlossenen T\u00fcren zum gemeinsamen Abendessen in Karlsruhe zwecks \u00bbGedankenaustauschs\u00ab treffen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das alles sind die Merkmale des Tiefen Staats im Staate, mit ihrer zwar illegitimen, aber dennoch wirksamen \u00bbnormativen Kraft des Faktischen\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das ber\u00fcchtigte Beispiel einer Organisation des Tiefen Staats war die zwischen 1969 und 1982 unter der Chiffre P2 aktive italienische Geheimloge \u203aPropaganda Due\u2039. Sie war ein konspiratives Netzwerk aus F\u00fchrungspersonen der Geheimdienste und der Polizei, des Milit\u00e4rs, der Wirtschaft, der Politik, der Mafia und der Kirche. Ihr Ziel war es, mit Mitteln der Subversion und des Terrorismus im Rahmen einer \u00bbStrategie der Spannung\u00ab sowie einer Strategie der Macht\u00fcbernahme mithilfe der Massenmedien die Bedingungen f\u00fcr einen Staatsstreich vorzubereiten. Unter der Oberfl\u00e4che einer ritualisierten Demokratie aus Parteien, Parlamenten, Kandidaten und gelegentlichen politischen Wahlen schufen die informellen Mitglieder eines solchen fast unsichtbaren zweiten Staates Fakten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend der gew\u00f6hnliche B\u00fcrger mit seiner gew\u00f6hnlichen Schul- und Hochschulbildung weiterhin naiv den Erz\u00e4hlungen von Gewaltenteilung und \u00bballgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen\u00ab anh\u00e4ngt, hat er von den Tatsachen hinter dem Scheinbaren keine Ahnung. Das scheint auch den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten (1980-1987\/1990) Karl Weinhofer zu dem s\u00fcffisanten Einwurf bewogen zu haben: \u00bb<em>Die Menschen sind grob in drei Kategorien zu unterteilen: Die Wenigen, die daf\u00fcr sorgen, dass etwas geschieht, die vielen, die zuschauen, wie etwas geschieht, und die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit, die keine Ahnung hat, was \u00fcberhaupt geschieht<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Personal eines wie eben skizzierten Schattenstaats wurde und wird von niemandem gew\u00e4hlt. Aber es entscheidet, wer Karriere macht, oder wer st\u00fcrzt, was die B\u00fcrger glauben sollen oder wen sie zu hassen haben. In einem formal rechtsstaatlich-demokratisch verfassten System w\u00e4re das eigentlich nicht widerspruchsfrei m\u00f6glich. Um es dennoch zu erm\u00f6glichen, bedarf es der informationellen Kriegsf\u00fchrung, der Propaganda, der \u00bbMacht\u00fcbernahme mithilfe der Massenmedien\u00ab.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Die \u00bbzweieinhalb Wohlstandsmodelle\u00ab<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>Die Welt ist alles, was der Fall ist<\/em>\u00ab, lautet der erste Satz in Ludwig Wittgensteins \u203aTractatus logico-philosophicus\u2039. Um zu verstehen, was der Fall ist, muss man die Menschen verstehen. Insbesondere die Unterschiede zwischen den Menschen, ihre Charaktere, ihr stammesgeschichtlich festgelegtes Verhalten. Die Menschen halten sich \u2013 je nachdem \u2013 in zwei gegens\u00e4tzlichen Wahrnehmungswelten auf: Die einen in der Illusion, die anderen in der Realit\u00e4t. Die Erstgenannten neigen dem Kollektivismus (politisch \u203alinkes\u2039 Spektrum), die Letztgenannten dem Individualismus (politisch \u203arechtes\u2039 Spektrum) zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Mensch ist keine Black Box, die Sozialingenieure mit beliebigen Inhalten f\u00fcllen und steuern k\u00f6nnen. Die Menschen sind verwurzelt und beheimatet in unterschiedlichen, ja vielfach gegens\u00e4tzlichen Lebensentw\u00fcrfen. Sie verfolgen \u2013 je nach Charakter \u2013 zwei unterschiedlich Modi Operandi, zwei unterschiedliche Wohlstandsmodelle des Lebens. Es gibt die zwei grunds\u00e4tzlich verschiedenen Vorgehensweisen, in dieser Welt ein materiell m\u00f6glichst mangelfreies Leben zu organisieren: Entweder durch Arbeit (Leistung) oder durch Raub (leistungslos).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die zweite Option gebiert Personen, wie sie etwa in dem italienisch-franz\u00f6sischen Spielfilm \u00bbSuburra \u2013 7 Tage bis zur Apokalypse\u00ab gezeichnet wurden, denen es allein um Macht, leistungslose Einkommen und Verm\u00f6gen geht: Korrupte Parlamentarier, bestechliche Beamte, perfide Finanziers, skrupellose Mafiapaten und Zigeunersippen, grausame \u203aSoldati\u2039 sowie scheinheilige Vatikanbankiers. Ein b\u00f6sartiges Zusammenwirken von Staat, Politik, Wirtschaft, Kirche und organisierter Kriminalit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Man muss also verstehen, welcher Menschentyp sich weshalb welchem Wohlstandsmodell (sog. sozio\u00f6konomisches Interaktionsprinzip) zuneigt. Mit welchem Motiv? Denn es ist nicht der Beruf, der sich den zu ihm passenden Menschen sucht, sondern es ist der Charakter, der die zu ihm passende wirtschaftliche \u00dcberlebensweise findet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Jeder entscheidet sich irgendwann in seinem Leben f\u00fcr eine dieser beiden scharf gegens\u00e4tzlichen Grundprinzipien der sozio\u00f6konomischen Interaktion. Zum einen f\u00fcr die des einvernehmlichen Tauschs und alles, was sich damit verbindet (also Eigentum durch Leistung und Arbeit). Oder, auf der anderen Seite, f\u00fcr die der Aneignung. Diese wiederum kann entweder betr\u00fcgerisch erfolgen durch Diebstahl oder physisch-gewaltsam durch Raub. Also durch Gewalt, um im nicht gegenseitigen Einverst\u00e4ndnis, sondern mit der Macht des St\u00e4rkeren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Veranschaulichen l\u00e4sst sich dieses Prinzip anhand der Schutzgelderpressung. Ihr Modus Operandi ist die physische Gewaltanwendung, R\u00fccksichtslosigkeit und Ichsucht. In politischen Zusammenh\u00e4ngen auch als Hard power bezeichnet. In diesem Fall wird das Zielobjekt (Opfer) durch einen Angreifer (T\u00e4ter) mit Gewalt gezwungen, f\u00fcr den gew\u00e4hrten \u00bbSchutz\u00ab (unabh\u00e4ngig, ob dieser ben\u00f6tigt wird oder nicht) eine regelm\u00e4\u00dfige, durch Arbeit erwirtschaftete Leistung \u2013 in der Regel Geld \u2013 zu erbringen. Verortet wird diese Art der sozio\u00f6konomischen Interaktion landl\u00e4ufig in der Sph\u00e4re der organisierten Kriminalit\u00e4t. Dieser sozialen Gruppe geh\u00f6ren gew\u00f6hnliche Kriminelle und organisierte Verbrechensindustrien an, wie z.B. die Camorra, \u2018Ndrangheta, Cosa Nostra oder \u203aKosher Nostra\u2039, die Triaden oder Yakuza. Aber auch Warlords und wirtschaftskriminelle Oligarchen (korrupte Privatisierungsprofiteure) der postsowjetischen \u00c4ra. Auch die (zwangsweise) Symbiose zwischen den vor\u00fcberziehenden Handelskarawanen im alten Arabien und Karawanenr\u00e4ubern, die damit ihren Lebensunterhalt sicherten, deutet in diese Richtung. Wenn auch die Kleptokratie (Herrschaft der R\u00e4uber) als eine Extremform staatlicher Organisation gilt, bei der die Herrschenden auf Kosten der Beherrschten leben, so bildet sie dennoch keine Ausnahme, sondern eher einen Normalzustand. Indessen es Staaten gibt, die f\u00fcr das erpresste Schutzgeld eine Gegenleistung gew\u00e4hren, w\u00e4hrend andere sie ihren B\u00fcrgern weitgehend verwehren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der pal\u00e4o-libert\u00e4re deutsche Professor f\u00fcr Volkswirtschaft Hans-Hermann Hoppe f\u00fchrt in seinem Buch \u00bbDer Wettbewerb der Gauner. \u00dcber das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft\u00ab (2012) aus, dass durch Massenwahlen eine institutionalisierte Kleptokratie beg\u00fcnstigt werde, die \u00bb<em>kaum oder keine Hemmungen<\/em>\u00ab habe, \u00bb<em>das Eigentum anderer Menschen zu entwenden<\/em>\u00ab. Womit sich der Kreis wiederum zu den oben genannten Klassen schlie\u00dft, zur neofeudal-globalen Geldmachtklasse und ihren privilegierten Dienstklassen, deren Lebensmodelle sich entweder auf Diebstahl oder auf Raub gr\u00fcnden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Auch der gr\u00f6\u00dfte Teil der Angeh\u00f6rigen des neofeudalen globalen Geldmachtapparats (Geldklasse) sowie ihrer Dienstleistungsklassen \u2013 also die Verwertungs-, Verteilungs- und Wissensklassen \u2013 zeichnen sich im Wesentlichen aus durch Aneignung mittels Diebstahls. Das von ihnen angewandte Machtprinzip der Soft power zielt darauf, Herrschaft m\u00f6glichst unsichtbar durchzusetzen. Statt Gewalt bedienen sie sich der Propaganda und Manipulation, zunehmend jedoch der perfiden Methoden der juristischen Kriegsf\u00fchrung (Lawfare) zur Umsetzung ihrer Herrschafts- und Machtinteressen. Das Gros dieses Bev\u00f6lkerungsanteils umfasst an der Spitze einerseits die \u203aMasters of the Universe\u2039 des zumeist angloamerikanischen Finanzkapitalismus und in der Ebene andererseits ihre weltweiten Domestiken: CEOs, Parteipolitiker, Staatsbeamte und die heterogene Reservearmee des urban-akademischen Lumpenproletariats.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Wesentlichen ist es die zunehmend schrumpfende Mittelschicht der wertsch\u00f6pfend Werkt\u00e4tigen, die ihr Leben auf der Grundlage des Tauschs (d.h. von Leistung und Arbeit) fristet. Den einen ist an der Finanzierung ihres Lebensstils gelegen, den anderen an der bedingungslosen Vollstreckung ihrer Zinsanspr\u00fcche. F\u00fcr beides kann nur der B\u00fcrger aufkommen, der privat mehr erwirtschaftet als er \u00f6ffentlich kostet! Der von ihm erzeugte Mehrwert wird durch sogenannte Steuern so beschlagnahmt, dass immer weniger f\u00fcr ihn selbst und immer mehr f\u00fcr den [parasit\u00e4ren] Staat und seine Nettostaatsprofiteure \u00fcbrigbleibt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>Gesellschaften zerst\u00f6ren sich selbst, wenn in ihnen parasit\u00e4re Eliten entstehen, also Eliten, die den Ertrag der arbeitenden Bev\u00f6lkerung weitgehend absch\u00f6pfen und deren ganze Lebensform darauf beruht, dass sie den Ertrag der anderen verbrauchen<\/em>\u00ab, schrieb Rainer Mausfeld in seinem Buch <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YDaCVrKge7Y\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hybris und Nemesis<\/a>.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Dienstleistungsklasse mit Eigennutz<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Hans-Hermann Hoppe (siehe oben) f\u00fchrt in seinem Buch \u00bbDer Wettbewerb der Gauner. \u00dcber das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft\u00ab (2012) aus: \u00bb(\u2026) <em>eine Minderheit kann eine Mehrheit nicht dauerhaft mit roher Gewalt regieren. Sie muss durch \u203aMeinung\u2039 regieren. Die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung muss dazu gebracht werden<\/em>, (\u2026) <em>Herrschaft freiwillig zu akzeptieren. Das hei\u00dft nicht, dass die Mehrheit allen<\/em> (\u2026) <em>Ma\u00dfnahmen zustimmen muss. Sie kann durchaus glauben, dass viele<\/em> (\u2026) <em>Handlungen falsch sind. Sie muss jedoch an die Legitimit\u00e4t der Institution des Staates an sich glauben<\/em>. [\u2026] <em>Wie jedoch kann man die Mehrheit davon \u00fcberzeugen, dies zu glauben? Die Antwort lautet: Mit Hilfe der Intellektuellen<\/em>.\u00ab Woraus sich wiederum die Frage ergibt: \u00bb<em>Wie bringen Sie die Intellektuellen dazu, f\u00fcr Sie zu arbeiten?<\/em>\u00ab Hoppe liefert die Begr\u00fcndung: \u00bb<em>Die Marktnachfrage nach intellektuellen Dienstleistungen ist nicht gerade hoch und stabil. Intellektuelle w\u00e4ren abh\u00e4ngig von den fl\u00fcchtigen Werten der Massen. Und die Massen sind an intellektuell-philosophischen \u00dcberlegungen nicht interessiert. Andererseits kann der Staat dem \u00fcblicherweise aufgeblasenen Ego der Intellektuellen entgegenkommen und ihnen in seinem Apparat einen warmen, sicheren und dauerhaften Liegeplatz anbieten<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Intellektuelle sind seit jeher von ma\u00dfgeblicher Bedeutung f\u00fcr die agit-propagandistische Herrschafts- und Machtabsicherung. Allerdings profitieren sie als Herrschaftsdienstleister aus einem verst\u00e4ndlichen Eigennutz unmittelbar von ihrer eigenen Propaganda. Obwohl sie einerseits im Herrschaftsapparat unverzichtbar sind, stellen sie andererseits zugleich auch ein Gefahrenpotenzial dar. Denn die in Fachbereichen wie Philosophie, Sozial- und Geisteswissenschaften T\u00e4tigen \u00bb<em>k\u00f6nnen sich offensichtlich eigene Gedanken machen und somit gef\u00e4hrlich werden<\/em>\u00ab (Hoppe). Es sei daher wichtig, deren Treue zu den Herrschenden und zum Staat sicherzustellen sowie ihre Ideen einzuhegen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der deutsche Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen erkl\u00e4rt, dass sich deshalb der Parteienstaat [als Verteilungsmacht der Geldmachtklasse; d. Autor] und die von ihm geschaffenen Institutionen auf ein intellektuelles Prekariat (hier \u00bburban-akademisches Lumpenproletariat\u00ab genannt) st\u00fctzten, \u00bb<em>das um bezahlte Posten in Redaktionen, Universit\u00e4ten und NGOs buhlt<\/em> (\u2026). <em>Themen und Moral werden von oben vorgegeben und mit Geld unterf\u00fcttert. Forschungst\u00f6pfe, Stipendien, Stellen, manchmal sogar unbefristet. Man muss sich dazu nur die Forschungsprogramme anschauen, die unter Begriffen wie Demokratie, Migration oder Integration laufen, und die vielen Beauftragten, die \u00fcberall installiert worden sind, wahlweise zust\u00e4ndig f\u00fcr Ausl\u00e4nder, Diskriminierung, Rassismus, Frauen, Queer, Lesben, Schwule, Behinderung, Antisemitismus, Antiziganismus, Klima, Nachhaltigkeit. Was macht so jemand den ganzen Tag?<\/em>\u00ab Und weiter: \u00bb<em>Solche Leute brauchen Leitmedienpr\u00e4senz oder wenigstens Plattformreichweite, um die eigene Existenz zu rechtfertigen<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Meyen: \u00bb<em>Man sieht dort<\/em> [Anm.: in den angesagten Gro\u00dfstadtvierteln] <em>Menschen, die oft keinen festen Job haben und gar nicht sehr viel Geld, immer auf dem Sprung zwischen zwei Auftr\u00e4gen oder zwei Projekten. Menschen, die unter sich bleiben und ins Bodenlose fallen w\u00fcrden, wenn sie pl\u00f6tzlich von ihrer H\u00e4nde Arbeit leben m\u00fcssten oder gar ihr Digitalprofil verlieren w\u00fcrden. Der Staat ist hier inzwischen die erste Anlaufstelle, wenn es ums Geldverdienen geht<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">So, wie sich in den Wirtschaftswunderjahren um die Innenst\u00e4dte herum einkommensstarke Speckg\u00fcrtel bildeten, die von der Infrastruktur der jeweiligen Kernstadt profitierten, so wuchert auch um den Staat herum ein Speckg\u00fcrtel marktunf\u00e4higer Sozialindustrien (NGOs), die von staatlichen Unterhaltszahlungen (z.B. Steuern, Rundfunkbeitrag), Spenden und Zuwendungen von Philanthropen und Milliard\u00e4rs-Stiftungen leben. Industrien mit vordergr\u00fcndig humanit\u00e4ren Anliegen, wie z.B. die \u00d6ko-, Klima-, Sozial-, Arbeits-, Migrations-, Asyl-, Seenotretter-, Integrations- und Gegen-rechts-Industrie. Wer w\u00fcrde aber in einem freien Markt, in dem sich Nachfrage und Angebote im freien Austausch gegen\u00fcberstehen, f\u00fcr Berufe wie Aktivist*in (pronomen: he\/they), Bildungsaktivist*in, Klimaaktivist*in, Vielfaltsreferent*in, Diversity-Manager*in, Chief Diversity &amp; Inclusion Officer, Drag Artist, Drag Queen, Poetry Slammer*in, Kulturwissenschaftler*in, Koordinator*in f\u00fcr das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismuspr\u00e4vention, Rechtsextremismusbeauftragte*r, Rechtsextremismusexpert*in, Seenot-Retter \u2026 usw. freiwillig bezahlen? Oder f\u00fcr Dienstleistungen wie Postcolonial Studies, Critical Whiteness Studies, Disability Studies, Queer Studies, Gender Studies usw. usf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Als typische \u00bbTax-Eater\u00ab leben Inhaber dieser Scheint\u00e4tigkeiten ausschlie\u00dflich f\u00fcr und von sozialstaatlichen Betreuungs- und Reparaturauftr\u00e4gen, deren Ursachen sie meistens selbst oder die von ihnen unterst\u00fctzten politischen Kreise geschaffen haben. Es ist eine gigantische Sozialingenieursapparatur, deren Propaganda dazu dient, das Verhalten von Menschen und die Ergebnisse ihres Handelns zu ihren Gunsten zu \u00e4ndern.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ebenso verh\u00e4lt es sich mit dem \u00bbmenschengemachten Klimawandel\u00ab als beruflichem Bet\u00e4tigungsfeld. Unabh\u00e4ngig davon, ob es sich \u00fcberhaupt um ein so bedeutsames, ja lebensbedrohliches Geschehen wie behauptet handelt sowie unabh\u00e4ngig von der Wirksamkeit der als zwingend beschriebenen Gegenma\u00dfnahmen, wurde er f\u00fcr viele Menschen zu einem profitablen Gesch\u00e4ftsmodell. Akademiker aller Disziplinen stehen Schlange im Buhlen um F\u00f6rdergelder, Drittmittel und Festanstellungen. Die Klimaforschung wurde zur B\u00fchne von Soziologen, Biologen, Literaturprofessoren, Dozenten f\u00fcr Geschlechterforschung und so weiter. Sie alle wissen, dass nur dann zuverl\u00e4ssig Geld flie\u00dft, wenn in ihren Studien \u2013 und seien sie noch so abseitig, absurd und sinnlos, irgendein Bezug \u00bbzum Klima\u00ab hergestellt werden kann. Hunderttausende gr\u00fcner Jobs h\u00e4ngen vom Glauben an eine Krise des Klimas ab. Beispielsweise solche wie Chief Sustainability Officer, ESG-Berater, Berater f\u00fcr CO2-Ausgleich, Anw\u00e4lte f\u00fcr Klima-Compliance, Klimabeauftragte, Umwelt- und Klimajournalisten \u2013 und jeden Tag entsteht eine neue T\u00e4tigkeitsbeschreibung. Sie alle geben vor, eine Krise zu bek\u00e4mpfen, die diesen Alarmismus nicht rechtfertigt. Deshalb wird mit H\u00f6chststrafe verurteilt, wer das \u00bbKlima-Narrativ\u00ab hinterfragt bzw. in Frage stellt. Alle diese Bullshit Jobs, alle Subventionen, alle F\u00f6rder- und Steuergelder, alle Investitionen, die in diesen Bereich flie\u00dfen, stehen oder fallen mit der Rechtfertigung einer Klimakatastrophe. \u2013 In dieser Selbstsucht entlarvt sich die ethische R\u00fccksichtslosigkeit und Verderbtheit der Klimaagenda. Hinter dem hysterischen Geschw\u00e4tz von Klimakrise usw. verbirgt sich eine Animosit\u00e4t und Feindseligkeit gegen\u00fcber dem Lebensstil und den \u00dcberzeugungen der Mehrheitsbev\u00f6lkerung, der werkt\u00e4tig wertsch\u00f6pfenden Klassen. Diese wiederum hegen den Verdacht oder teilen die Erkenntnis, dass der menschengemachte Klimawandel eine \u00fcbertriebene Angstmacherei sei, angetrieben von Eigennutz und Snobismus, zynisch gef\u00f6rdert durch ein parasit\u00e4res, \u00f6ffentlich finanziertes Establishment, das nach immer mehr Geld und Macht giert. Es ist ein Angriff auf die Freiheit und den Wohlstand der \u00fcberw\u00e4ltigenden Bev\u00f6lkerungsmehrheit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Doch das ist nicht alles. Diejenigen, die ebenso wenig zur Wertsch\u00f6pfung beitragen sind die eigentlichen Spinnen im Netz des Ganzen: die politische und die pensionsberechtigte Klasse des Berufsbeamtentums, die weisungsgebundenen Staatsanw\u00e4lte sowie die auch in eigener Sache Recht sprechende, vom tributpflichtigen B\u00fcrger alimentierte Richterschaft. Es ist eine kafkaeske Beamtenmaschinerie im Streben nach gr\u00f6\u00dfter Selbstbereicherung bei gleichzeitig geringstem Risiko. Nicht zuf\u00e4llig hei\u00dft es in Paragraf 3 der deutschen Abgabenordnung unmissverst\u00e4ndlich: \u00bbSteuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung f\u00fcr eine besondere Leistung darstellen (\u2026)\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Hans-Hermann Hoppe schreibt: \u00bb<em>Als staatliche Funktionstr\u00e4ger d\u00fcrfen Personen Handlungen durchf\u00fchren, die ihnen als blo\u00dfen Privatpersonen strikt \u2013 als kriminell \u2013 untersagt sind. Insbesondere d\u00fcrfen \u203a\u00f6ffentlich Bedienstete\u2039 ihre eigene T\u00e4tigkeit durch Steuern finanzieren oder subventionieren. Das hei\u00dft, sie m\u00fcssen ihr Einkommen nicht, wie bei Privatrechtssubjekten der Fall, durch den Verkauf von G\u00fctern oder Dienstleistungen erzielen, f\u00fcr die es freiwillig zahlende Abnehmer gibt, sondern sie d\u00fcrfen einseitig auferlegte Zwangsabgaben erheben. Kurz: Sie d\u00fcrfen als Staatsbedienstete das tun und davon leben, was im normalen Privatrechtsverkehr als Diebstahl und Diebesbeute gilt<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Alle technokratischen B\u00fcrokratien erreichen in ihrem Lebenszyklus einen Punkt, ab dem ihre prim\u00e4re Funktion im blo\u00dfen Selbsterhalt und in ihrer eigenen Perpetuierung besteht, anstatt im Dienst zugunsten ihrer Auftraggeber (z.B. die Staatsb\u00fcrger als Souver\u00e4n). Es besteht ein innerlicher, unaufh\u00f6rlicher Wachstumszwang. Die Institutionen werden zu gro\u00df, zu m\u00e4chtig, zu monopolistisch und verlieren in ihrer eigenen \u00dcberdehnung dabei jedes Augenma\u00df.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Propagandaforscher und PR-Erfinder Edward Bernays beschrieb die Bev\u00f6lkerung als eine \u00bb<em>Herde, die gef\u00fchrt werden muss<\/em>\u00ab. Er wich dabei nie von seinem wichtigsten Grundprinzip ab, n\u00e4mlich \u00bb<em>die \u203aMassen\u2039, ohne ihr Wissen zu kontrollieren<\/em>\u00ab. Die beste PR sei erreicht, wenn die Leute nicht bemerken, dass und wie sie beeinflusst werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Es wundert nicht, wenn moderne Denkfabriken wie die deutsche Bertelsmann-Stiftung einem \u00e4hnlichen Geist huldigen. So lieferte sie in einem Dossier der Reihe \u00bbZukunft Regieren\u00ab (Nummer 3\/2009) unter dem Titel \u00bbDie Kunst des Reformierens\u00ab eine Anleitung, wie sich sogenannte Reformen auch gegen den Willen der B\u00fcrger und Betroffenen durchsetzen lassen. Darin hei\u00dft es, Regierungen d\u00fcrften sich von \u00bbVetospielern\u00ab nicht die Handlungsspielr\u00e4ume einengen lassen. Besonderes Augenmerk widmete die Studie deshalb der Schw\u00e4chung von \u00bbWiderstandspotential\u00ab, das durch einen \u00bbgeschickten Partizipationsstil\u00ab (\u2026) \u00bbaufzubrechen\u00ab sei. Konkret bedeutet dies die Spaltung der Opposition, indem man die einen beteiligt, die anderen benachteiligt, \u00bb<em>um so eine potenziell geschlossene Abwehrfront zu verhindern<\/em>\u00ab. Zitat: \u00bb<em>Durch eine selektive Partizipation w\u00e4hrend der Entscheidungsphase k\u00f6nnen Vetospieler in ihrer Koh\u00e4renz geschw\u00e4cht, sozusagen \u203agesplittet\u2039, und die Protestf\u00e4higkeit bestimmter Interessensgruppen gemindert werden<\/em>\u00ab. Diese Zersetzungsma\u00dfnahmen gegen\u00fcber nicht zustimmungswilligen B\u00fcrgern und Beteiligten, nach dem uralten Prinzip \u00bbteile und herrsche\u00ab, findet die Bertelsmann-Stiftung \u00bb<em>nur auf den ersten Blick<\/em>\u00ab bedenklich. Schlie\u00dflich m\u00fcsse sich \u00bb<em>eine Regierung im Zweifelsfall auch gegen den empirischen und kontingenten<\/em> [d.h. zuf\u00e4lligen] <em>Volkswillen durchsetzen<\/em>\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Gem\u00e4\u00df dieser Logik wird dann gegen das Verhalten der \u00bbVetospieler\u00ab, also dem von systemkritisch oder oppositionell eingestellten B\u00fcrgern, die etwa f\u00fcr eine Beschr\u00e4nkung der Staatsmacht eintreten, die \u00bbVerfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates\u00ab aus dem Propagandahut gezaubert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr die in der Realwirtschaft verankerte wertsch\u00f6pfend-werkt\u00e4tige Klasse erweist sich mithin der Dienstbotenkomplex des \u00bburban-akademischen Lumpenproletariats\u00ab nicht nur als der wirkliche, sondern als der absolute Feind. Denn neben ihrem Auftrag f\u00fcr die 0,1 Prozent der Super-, Ultra-, Mega- und Hyperreichen verfolgen die Angeh\u00f6rigen des urban-akademischen Lumpenproletariats im Wesentlichen eine Ideologieproduktion f\u00fcr sich selbst \u2013 aus parasit\u00e4rem Eigeninteresse. Die Kluft zwischen der Klasse des bildungsfernen urban-akademischen Lumpenproletariats (nehmende Hand) und der wertsch\u00f6pfenden Klasse der Werkt\u00e4tigen (gebende Hand) wird zunehmend un\u00fcberbr\u00fcckbar.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich feststellen, dass das Problem, das die wertsch\u00f6pfend Werkt\u00e4tigen manipulieren m\u00f6chte, nicht auf den Namen Lieschen M\u00fcller h\u00f6rt, sondern auf den Namen Dr. Lieschen M\u00fcller.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Hier zeigt sich:<\/strong> Eine Klasse selbsts\u00fcchtiger Staats-Existenzen hat den Restbest\u00e4nden der wertsch\u00f6pfenden Klasse\u00aa den Krieg erkl\u00e4rt. Getrieben und angef\u00fchrt wird diese parasit\u00e4re Klasse oft von sogenannten Intellektuellen, die nichts weiter sind als eine Reservearmee des urban-akademischen Lumpenproletariats.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small><span style=\"color: #000000;\">\u00aaNettosteuerzahler wie z.B<\/span>. Facharbeiter, Angestellte, Handwerker und Landwirte, Gewerbetreibende, Unternehmer. Unter den knapp 83,6 Millionen Menschen, die (Stand 31.12.2024) in Deutschland leben, sind rund 46 Millionen erwerbst\u00e4tig. Die Gruppe der Nettosteuerzahler, also der Erwerbst\u00e4tigen, die \u2013 vereinfacht gerechnet \u2013 mehr Steuern und Abgaben einzahlen, als sie an staatlichen Leistungen und Transfers erhalten, umfasst etwa 15 Millionen Personen. Daneben gibt es rund zw\u00f6lf Millionen Staatsbedienstete, also Menschen, die direkt oder indirekt vom Staat abh\u00e4ngig sind und von den Steuern und Abgaben der Nettosteuerzahler alimentiert werden.<\/small><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Weshalb wird hier auf den Marx-Engels-Begriff des Lumpenproletariats rekurriert?<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Begriff Lumpenproletariat findet sich in den Marx-Engels-Werken (MEW) knapp hundertmal\u00b9 in rund 50 Dokumenten. Obwohl die wesentlichen Deutungen auf Karl Marx zur\u00fcckgehen, tauchte der Begriff sowohl erstmalig im August 1846 als auch letztmalig im Dezember 1890 jeweils bei Friedrich Engels auf. Karl Marx, der das Lumpenproletariat moralisch, nicht \u00f6konomisch oder klassentheoretisch zeichnete, beschimpfte es\u00b2 als \u00bb<em>verkommene und abenteuerliche Ableger der Bourgeoisie, (\u2026) Vagabunden, (\u2026) Tagediebe, (\u2026) Bordellhalter, (\u2026) Literaten, (\u2026) die die Franzosen la boh\u00e8me nennen<\/em> \u2026\u00ab. Friedrich Engels war sich indessen sicher: \u00bb<em>Dies Gesindel ist absolut k\u00e4uflich und absolut zudringlich<\/em>\u00ab\u00b3. Karl Marx wiederum f\u00fchrte dazu n\u00e4her\u2074 aus: [Das Lumpenproletariat], \u00bb<em>das in allen gro\u00dfen St\u00e4dten eine vom industriellen Proletariat genau unterschiedene Masse bildet, ist ein Rekrutierplatz f\u00fcr Diebe und Verbrecher aller Art, von den Abf\u00e4llen der Gesellschaft lebend, Leute ohne bestimmten Arbeitszweig, Herumtreiber, dunkle Existenzen, verschieden nach dem Bildungsgrad der Nation, der sie angeh\u00f6ren, nie den Tagediebcharakter verleugnend<\/em>; \u2026\u00ab. Allerdings beschr\u00e4nkte er diese Zuschreibung nicht auf die \u00bb<em>untersten Schichten der alten Gesellschaft<\/em>\u00b3\u00ab, sondern erweiterte sie auf den \u00bb<em>Abhub der verkommenen Subjekte aller Klassen<\/em>\u2075\u00ab. Auch Spekulanten, Adelige, Neureiche und Journalisten wurden so bezeichnet und der sp\u00e4tere franz\u00f6sische Kaiser Napoleon III. zum \u00bb<em>Chef des Lumpenproletariats<\/em>\u00ab ernannt. Als gemeinsamen Nenner des Lumpenproletariats, gleich welcher Herkunft, machten Marx und Engels den Umstand aus, dass es im Gegensatz zum Proletariat keiner produktiven Arbeit nachgehe. Vielmehr sei sein Verh\u00e4ltnis zur Gesellschaft parasit\u00e4r, da es sich von deren produktiven Ertr\u00e4gen erhalte. Diese Einsch\u00e4tzung wurde auch sp\u00e4ter noch von kommunistischen Vorbildern wie Antonio Gramsci oder Rosa Luxemburg geteilt.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00b9Verkommen oder revolution\u00e4r? OXI \u2013 Wirtschaft anders denken, online (aus: OXI 3\/22), 01.04.2022, https:\/\/oxiblog.de\/lumpenproletariat-verkommen-oder-revolutionaer\/.<br \/>\n\u00b2Karl Marx, 18. Brumaire, MEW 8, 160f.<br \/>\n\u00b3Friedrich Engels, Bauernkrieg, MEW 7, 536.<br \/>\n\u2074Karl Marx, Klassenk\u00e4mpfe 1848\u20131850, MEW 7, 26.<br \/>\n\u2075Karl Marx und Friedrich Engels, Kommunistisches Manifest, MEW 4, 472.<br \/>\n\u00b2, \u00b3, \u2074, \u2075Karl-Marx-Forum, https:\/\/www.marx-forum.de\/marx-lexikon\/lexikon_l\/lumpen.html.<\/small><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend diese eigens\u00fcchtig sich selbst bereichernde Klasse \u00fcber ein ausgebildetes Klassenbewusstsein verf\u00fcgt, fehlt dies der wertsch\u00f6pfenden Klasse vollst\u00e4ndig. Die intellektuelle Klasse erreicht nicht unbedingt die breite \u00d6ffentlichkeit, aber sie beeinflusst Meinungsf\u00fchrer und diktiert die ideologischen Leidenschaften innerhalb einer st\u00e4dtischen und akademischen Soziologie, die einen kulturellen und politischen Einfluss aus\u00fcbt, der in keinem Verh\u00e4ltnis zu ihrem Gewicht in der Bev\u00f6lkerung steht. Sie hat es nicht nur nie gelernt, sondern verabscheut es geradezu, ihr Geld unter Marktbedingungen zu verdienen. Sie lindert aufgrund ihrer ideologischen Verblendung, ihrer fehlerhaften Prognosen und manipulativen Propaganda nicht das Leid der Menschen, sondern vergr\u00f6\u00dfert es \u2013 oft vors\u00e4tzlich. Und meistens nur zum eigenen Nutzen.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der aktivistische Intellektuelle als Klassenk\u00e4mpfer<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In seinem am 09.04.2025 in der Edition L&#8217;Observatoire erschienenen Buch \u00bb<a href=\"https:\/\/www.amazon.fr\/Pourquoi-intellectuels-trompent-Samuel-Fitoussi\/dp\/B0DNNCWFPJ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pourquoi les intellectuels se trompent<\/a>\u00ab (Warum sich Intellektuelle irren) untersucht der franz\u00f6sische Essayist Samuel Fitoussi die sozialen, kulturellen und kognitiven Mechanismen, die Intellektuelle zur Blindheit f\u00fchren, nicht selten zum Nachteil der Gesellschaft, die sie angeblich aufkl\u00e4ren wollen, und der sie sich \u00fcberlegen f\u00fchlen. Auf 270 Seiten erkl\u00e4rt er, weshalb Intellektuelle als eine Teilmenge der o.g. parasit\u00e4ren Staatsklasse, so oft Unrecht haben. Und sich dennoch unabl\u00e4ssig der wertsch\u00f6pfenden Klasse gegen\u00fcber als Avantgarde d\u00fcnken. Fitoussi verweist auf eine Feststellung George Orwells, der einst schrieb: \u00bb<em>Gewisse Ideen sind derartig absurd, dass nur die Intellektuellen daran glauben k\u00f6nnen<\/em>\u00ab. Fitoussi behauptet nicht, dass Intellektuelle immer Unrecht haben, sondern fragt: Warum tun sie es mit solcher Meisterschaft, selbst wenn sie grob im Unrecht sind?<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bbAber im besten Fall kann es auch eine Grundlage f\u00fcr das n\u00e4chste deutsche Wirtschaftswunder werden \u2013 so wie die Millionen von Gastarbeitern in den 50er und 60er Jahren ganz wesentlich zum Aufschwung der Bundesrepublik beigetragen haben\u00ab, versprach laut <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/technik-motor\/iaa\/daimler-chef-zetsche-fluechtlinge-koennten-neues-wirtschaftswunder-ausloesen-13803671.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FAZ<\/a> vom 15.09.2015 der damalige Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche, auf der IAA. Und packte angesichts einer v\u00f6llig \u00fcberst\u00fcrzten, illegalen Masseneinwanderung, in eine Aussage gleich zwei L\u00fcgen. \u00bbWer an die Zukunft denkt, wird sie nicht abweisen\u00ab, schob er pflichtschuldigst hinterher.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Migrationsforscher Rainer Baub\u00f6ck antwortete am 27.10.2015 auf Fragen der linksliberalen \u00f6sterreichischen Tageszeitung \u203a<a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000024434319\/migrationsforscher-bauboeck-in-zehn-jahren-wird-man-kanzlerin-merkel-dankbar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Standard<\/a>\u2039: \u00bbWenn man in Relation setzt, wie viele Menschen in der T\u00fcrkei, im Libanon und in Jordanien aufgenommen worden sind, muss man sagen, dass eigentlich nur wenige Fl\u00fcchtlinge nach Europa gekommen sind.\u00ab Und: \u00bbIn zehn Jahren wird man einer Kanzlerin Merkel wahrscheinlich dankbar sein. Nicht nur, weil sie humanit\u00e4r richtig gehandelt hat, sondern auch, weil sie etwas getan hat, was zum Vorteil des Wirtschaftsstandorts Deutschlands war.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Frankfurter Rundschau (<a href=\"https:\/\/www.fr.de\/panorama\/biologe-mark-benecke-auswirkungen-sommer-wetter-deutschland-klimawandel-temperaturen-prognose-92879758.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FR<\/a>) berichtete am 10.03.2024: \u203aDer Biologe und Autor Doktor Mark Benecke hat vor extremen Temperaturen im Sommer 2024 gewarnt. \u00bbIch kann Ihnen aus den Erfahrungen der letzten Jahre mit fast v\u00f6lliger Sicherheit [&#8230;] sagen, dass wir den H\u00f6llensommer des Jahrhunderts und Jahrtausends kriegen werden\u00ab, sagte der 53-J\u00e4hrige w\u00e4hrend eines Vortrags in Bonn am Mittwoch\u2039 (06.03.2024). \u00bbDie Erde fackelt ab\u00ab, warnte er vor dem Klimawandel.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bbWenn sich zu medizinischen Themen das Robert Koch-Institut \u00e4u\u00dfert, dann hat es einen Grund, dass das Robert Koch-Institut das tut. Das Robert Koch-Institut basiert seine Aussagen auf dem wissenschaftlichen Konsens, also auf dem, was im Normalfall 95, 98, 99 Prozent der Wissenschaftler aus diesem Fachgebiet sagen\u00ab, antwortete der Physiker Holm Gero H\u00fcmmler in der Sendung SWR1 Leute am 29.04.2024 auf die Frage, woran man seri\u00f6se Wissenschaft erkennen k\u00f6nne. Zum Ursprung der Corona-Pandemie \u00e4u\u00dferte er apodiktisch: \u00bb(\u2026) dass es ein Fledermaus-Virus ist, das ist belegt, da gibt es auch nichts gro\u00df zu diskutieren\u00aa. (\u2026) auch da deuten die meisten Daten, die man haben kann, auf diesen Fisch- und Tiermarkt hin. Da waren die ersten dokumentierten F\u00e4lle, auch mit einer sehr signifikanten H\u00e4ufung. Insofern muss man davon ausgehen, dass es das war (\u2026).\u00ab H\u00fcmmler war kurzzeitiger Vorsitzender der Skeptiker-\u00bbGesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften\u00ab (GWUP). Er h\u00e4lt u.a. sogenannte Critical Studies (irrationale Fachbereiche wie etwa Gender Studies) f\u00fcr \u00bbmoderne Richtungen der Geistes- und Sozialwissenschaften\u00ab.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small><strong> \u00aaAnmerkung:<\/strong> Am 30.06.2025 hie\u00df es beispielsweise im Format <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/wissen\/nano\/250630-sendung-corona-virus-ursprung-pandemie-verschwoerung-covid19-neue-fakten-zur-labortheorie-nano-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NANO<\/a> des \u00d6RR-Senders 3Sat: \u00bbW\u00e4hrend der Pandemie wurden Forscher, die als Ursprung einen Laborunfall f\u00fcr m\u00f6glich hielten, als Verschw\u00f6rungstheoretiker abgetan. Nun zeigt sich, dass der BND bereits im Fr\u00fchjahr 2020 die Bundesregierung unterrichtete, dass es sich mit h\u00f6chster Wahrscheinlichkeit um einen solchen Unfall handelte. Aber man wollte das unter Verschluss halten, begleitet von interessengesteuerten Wissenschaftlern.\u00ab Schon zuvor konnte man auf der <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/lab-leak-true-origins-of-covid-19\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Webseite<\/a> des Wei\u00dfen Hauses lesen, dass die \u203aPandemie\u2039 durch einen Laborunfall ausgel\u00f6st wurde.<\/small><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf der Digitalkonferenz \u203a<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IEbWnXIexNk&amp;t=3s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">re:publica 2024<\/a>\u2039 umschrieb die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke ihre Vorstellung einer Diskurskultur\u2074: \u00bbIch w\u00fcrde wirklich dazu aufrufen, dass niemand, der eingeladen wird, in einer Rahmung, die Pro und Kontra hei\u00dft, teilzunehmen. Ich w\u00fcrde wirklich inst\u00e4ndig darum bitten. Es muss aufh\u00f6ren, wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, diese Rahmung zu bedienen. Es wird uns best\u00e4ndig vorgemacht, es g\u00e4be zu allen Fragen gleicherma\u00dfen wertige, gleicherma\u00dfen vern\u00fcnftige einander widersprechende Positionen. Das ist, mit Verlaub, einfach Bullshit. Ja und es f\u00fchrt zu [?], wir m\u00fcssen es abschaffen. [\u2026] Und es ist auch eine Form von Selbstverdummung. Wenn wir in diesem Pro-und-Kontra-Format uns vereindeutigen m\u00fcssen, wo Dinge komplizierter sind \u2026 Also bitte, lassen Sie sich nicht einladen in diese Formate. Es ist wirklich eine systematische Zerst\u00f6rung von vern\u00fcnftigem, rationalem, differenziertem Diskurs\u00ab. Und in den Beifall des Plenums hinein wiederholte Emcke es noch einige Male: \u00bbWir m\u00fcssen es abschaffen!\u00ab Ihre Botschaft, mit der sie nicht alleinsteht, lautete: Zu mehr Demokratie durch totalit\u00e4re Bevormundung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bbVerbieten, jetzt!\u00ab In der ZDF-Talkshow Markus Lanz vom 25.07.2024 sagte die Inhaberin des Lehrstuhls f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht, insbesondere Verfassungsrecht und Sozialrecht an der Universit\u00e4t Potsdam, Frauke Brosius-Gersdorf, \u00bbdass\u00ab [nach einem etwaigen AfD-Verbot] \u00bbdamit nicht die Anh\u00e4ngerschaft beseitigt ist\u00ab (\u2026).<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>So f\u00fchlt man Absicht, und man ist verstimmt<\/em>\u00ab (Goethe). Weshalb lagen beispielsweise w\u00e4hrend des als Pandemie inszenierten politischen Ausnahmezustands zwischen 2020 und 2023 so viele Intellektuelle falsch und positionierten sich mit einem menschenverachtenden Totalitarismus? Sie wollen es bis heute nicht wahrhaben. Doch nichts k\u00f6nnte nachdr\u00fccklicher ihren totalit\u00e4ren, tyrannischen Charakter entbl\u00f6\u00dfen. Im Zusammenhang mit der sogenannten COVID-19-Pandemie zeigte sich n\u00e4mlich, wie d\u00fcnn der Firnis der Zivilisation ist. Auff\u00e4llig sind in diesem Zusammenhang die zahlreichen menschenverachtenden, hassspr\u00fchenden Forderungen ma\u00dfgeblicher Personen aus Politik, Medien, Beh\u00f6rden, Universit\u00e4ten, berufsst\u00e4ndischen Organisationen, usw., die ihren Vernichtungsfantasien\u2076 freien Lauf lie\u00dfen. Der franz\u00f6sische Soziologe und Theologe Jacques Ellul schrieb in seinem Werk \u203aPropaganda\u2039: \u00bb<em>Damit sie<\/em>\u00ab [Anm.: die agitierende subversive Propaganda] \u00bb<em>erfolgreich ist, muss sie an die einfachsten und gewaltt\u00e4tigsten Gef\u00fchle appellieren, und dies mit den grundlegendsten Mitteln. Im Allgemeinen ist der Hass die vielversprechendste Triebfeder<\/em>. (\u2026) <em>Doch ist der Hass einmal gesch\u00fcrt, wird er zum Selbstl\u00e4ufer<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fitoussi charakterisiert den ordin\u00e4ren Intellektuellen als ein Individuum, dessen Arbeit im Bereich der Ideen beginnt und endet. Der Intellektuelle sei daher derjenige, der nicht unter den direkten Folgen seiner Fehler leide. Anders als ein Unternehmer, dessen Firma Pleite gehen k\u00f6nne, anders als der B\u00e4cker, der seine Kunden verl\u00f6re, wenn sein Brot schlecht ist, oder ein Pilot, der bei einem Fehler seine eigene Haut und die seiner Passagiere riskiere, kann der Intellektuelle Fehler begehen, ohne daf\u00fcr bestraft zu werden. Doch \u00fcberall dort, wo der Fehler kein Preisschild trage, finde die Irrationalit\u00e4t einen fruchtbaren Boden. Es ist der direkte Weg in die Verantwortungslosigkeit, die kein Vertreter der parasit\u00e4ren Klasse zu \u00fcbernehmen bereit ist: Politiker nicht, Professoren nicht, Beamte, Richter und Staatsanw\u00e4lte erst recht nicht! Keines von ihnen hat noch \u00bbskin in the game\u00ab. Stattdessen \u00fcberdurchschnittlich hohe Einkommen und Pensionen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit R\u00fcckgriff auf den konservativen britischen Schriftsteller und Philosoph Roger Scruton (1944-2020) verweist Fitoussi zudem auf die \u00bbOikophobie\u00ab westlicher Intellektueller. Wenn Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit) die instinktive Ablehnung von allem ist, was von au\u00dfen kommt, dann bezeichnet \u00bbOikophobie\u00ab das entgegengesetzte, ebenso irrationale Gef\u00fchl: die Ablehnung der eigenen Heimat, kurz: des Eigenen. So gesehen war es nicht so sehr der Kommunismus, den die Intellektuellen f\u00fcr das liebten, was er war, sondern f\u00fcr das, was er verk\u00f6rperte: ein Gegenmodell zur liberalen Demokratie, das Versprechen einer Utopie, die es ihnen erlaubte, das zu verurteilen, was in ihrer Mitte existierte. Schon George Orwell prangerte die \u00bbAnglophobie\u00ab der britischen Intelligenzija an. Der linke Intellektuelle, schrieb er, w\u00fcrde sich lieber dabei ertappen lassen, wenn er Geld aus einem kirchlichen Opferstock stiehlt, als dabei, wie er mit der Hand auf dem Herzen die Nationalhymne singt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der US-amerikanisch-kanadische Psychologe, Kognitionswissenschaftler, und Autor Steven Pinker sieht im (linken) Intellektuellen jemanden, der mit anderen Teilen der Bev\u00f6lkerung in einem Kampf um moralisches Prestige konkurriert. Er prangert die Gesellschaft an, in der er lebt, und behauptet, die Masse sei inkompetent, Unternehmer w\u00fcrden von egoistischen Interessen getrieben, Journalisten skandalisierten, K\u00fcnstler vermitteln sch\u00e4dliche Botschaften \u2013 und fr\u00fchere Generationen h\u00e4tten ohnehin in Allem versagt. F\u00fcr den Intellektuellen bedeutet die Abwertung anderer gleichzeitig die eigene Selbst\u00fcberh\u00f6hung (und Selbst-Wertsch\u00e4tzung).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fitoussi arbeitet sich vor allem an linken Intellektuellen ab, was kein Zufall ist. Denn die Mehrheit der franz\u00f6sischen Intellektuellen in dem von ihm behandelten Zeitraum von 1945 bis heute waren und sind linksgerichtet. \u00c4hnlich sieht es in den anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und in den USA aus.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In diesen Jahren lag die Linke, nach Fitoussis Recherchen, viel mehr falsch als die Rechte. Es waren die Verirrungen der Intelligenzija, die im 20. Jahrhundert viele Millionen Menschen get\u00f6tet haben. In der UdSSR wurde die kommunistische Ideologie eher von F\u00fchrungskr\u00e4ften und Akademikern unterst\u00fctzt als von den Fabrikarbeitern. Anfang der Drei\u00dfigerjahre sorgte Adolf Hitler gerade in den besten deutschen Universit\u00e4ten f\u00fcr Begeisterung, und seine Popularit\u00e4t bei den Professoren (sehr h\u00e4ufig Juristen) \u00fcbertraf bei Weitem die bei der deutschen \u00bbNormalbev\u00f6lkerung\u00ab. \u00dcbrigens verf\u00fcgte auch die H\u00e4lfte der Teilnehmer an der ber\u00fcchtigten Wannsee-Konferenz vom 20.01.1942 \u00fcber einen Doktortitel. In Gro\u00dfbritannien stellte George Orwell fest, dass nur Intellektuelle, die die totalit\u00e4re Denkweise f\u00fcr sich \u00fcbernommen hatten, Geschmack an einer Zensur ihrer ideologischen Gegenspieler fanden und vom Autoritarismus fasziniert waren.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-249\" src=\"https:\/\/aeon-z.com\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Bundesarchiv_Bild_183-C0718-0052-001_Volksgerichtshof_Prozess_zum_20._Juli_1944-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\"><small>\u00a9 Foto\u2077: <em>Intellektuelle bei der Arbeit. Die \u00bbfurchtbaren deutschen Juristen\u00ab des NS-Volksgerichtshofs w\u00e4hrend der Verk\u00fcndung des Urteils gegen die Mitglieder des Kreisauer Kreises am 06.08.1944 durch VGH-Pr\u00e4sident Dr. jur. Roland Freisler.<\/em><\/small><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Beispiele daf\u00fcr gibt es auch f\u00fcr die Nachkriegs-\u00c4ra zuhauf: die Faszination f\u00fcr die UdSSR zum Beispiel. Simone de Beauvoir, eine Heldinnenfigur des Feminismus und Existentialismus, wird oft f\u00fcr ihr Werk \u00bbDas andere Geschlecht\u00ab (1949) gefeiert. Dennoch wird ihr Erbe nun kritisch hinterfragt. Etwa ihre Glorifizierung des chinesischen Revolution\u00e4rs und Diktators Mao Tse-tung: Ihm zu Ehren schrieb sie ein 490 Seiten dickes Buch (La longue marche: Essai sur la Chine, 1957), in dem sie Frankreich aufforderte, seiner Politik zu folgen. Die meisten Quellen gehen heute davon aus, dass die Chinesische Kulturrevolution unter Mao\u202fTse\u2011tung zwischen zwei Millionen und 20 Millionen Todesopfer in ganz China forderte. \u00bbDer Maoismus ist ein Humanismus\u00ab, schrieb sie und veranschaulichte damit die Begeisterung einer \u00c4ra f\u00fcr Ideologien, die heute diskreditiert sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In den 1970er Jahren betrachtete ein Teil der westlichen Intelligenz auch die Roten Khmer in Kambodscha als Alternative zum Kapitalismus. Als die Wahrheit ans Licht drang, war die Bilanz erschreckend: fast zwei Millionen Tote. Doch die linksliberale franz\u00f6sische Tageszeitung Lib\u00e9ration begr\u00fc\u00dfte den Aufstieg der Roten Khmer zur Macht und leugnete den V\u00f6lkermord lange Zeit. Zeitungsgr\u00fcnder war der Philosoph Jean-Paul Sartre, einer der Mitarbeiter unter anderem der Philosoph Michel Foucault. Nicht zu vergessen deren damalige Faszination f\u00fcr Fidel Castro, der von Sartre einen bewundernden Besuch erhielt, oder die enthusiastische Unterst\u00fctzung der iranischen Revolution, die von Foucault und Sartre gepriesen wurde. Nicht zuletzt besuchte Sartre 1974 den RAF-Terroristen Andreas Baader in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim und nannte ihn einen politischen H\u00e4ftling.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Im \u00dcbrigen waren auch die Gr\u00fcnder der \u203aRote Armee Fraktion\u2039 Intellektuelle: etwa der Jurist Horst Mahler, die Journalistin Ulrike Meinhof oder die Studentin und Volksschullehrerin Gudrun Ensslin. Die italienischen linksextremen Roten Brigaden (Brigate Rosse), die zwischen 1970 und 1988 f\u00fcr Hunderte Terroranschl\u00e4ge verantwortlich waren, wurden von Soziologiestudenten und Soziologen gegr\u00fcndet und gef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wie l\u00e4sst sich die Faszination (linker) Intellektueller f\u00fcr m\u00f6rderische totalit\u00e4re Regime erkl\u00e4ren? Wie also konnten brillante K\u00f6pfe wie Sartre, de Beauvoir oder Foucault \u2013 um nur drei zu nennen, die Liste solcher intellektuellen Irrt\u00fcmer k\u00f6nnte ein Telefonbuch f\u00fcllen \u2013 taub und blind gegen\u00fcber dem Terrorismus oder den Massakern in der UdSSR sowie unter Pol Pot oder Mao Tse-tung bleiben?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine der von Fitoussi aufgestellten Hypothesen bescheinigt den Intellektuellen eine Neigung zur Entt\u00e4uschung \u00fcber die liberalen Demokratien, was wiederum zum Rousseau\u2018schen Absolutheitsglauben zur\u00fcckf\u00fchrt. Denn oft scheint es, die meisten (linken) Intellektuellen seien Wiederg\u00e4nger des Genfer Philosophen Rousseau. Kritikern gilt Jean-Jacques Rousseau (1712\u20131778) als \u00bbErfinder\u00ab des neuzeitlichen Sozialismus \u00bbund des falschen Glaubens an die Existenz einer absoluten Gerechtigkeit und Gleichheit\u2075 (\u2026)\u00ab. F\u00fcr Rousseau ist der Mensch an sich gut. Und es ist die Gesellschaft, die Schuld an seinem moralischen Verfall hat. Dieser Absolutheitsglaube m\u00fcndete und m\u00fcndet schlie\u00dflich in den Massenverbrechen, die im Namen des Sozialismus, d.h. des Marxismus, Leninismus, Stalinismus, Maoismus, \u00d6kosozialismus usw. begangen wurden \u2013 und werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Des Weiteren sind die Vorrechte des Intellektuellen in liberalen Demokratien begrenzt. In autorit\u00e4ren Gesellschaften ist es oft umgekehrt: Der Intellektuelle entwirft am Rei\u00dfbrett eine Theorie \u00fcber die perfekte Gesellschaft, und der Politiker setzt diese Theorie (vermeintlich) in die Tat um. Dies k\u00f6nnte nicht nur die \u00bbTyranophilie\u00ab der Intellektuellen erkl\u00e4ren, sondern auch ihre Ablehnung freiheitlicher Ordnungen (auch, wenn sie oft das Gegenteil behaupten). Dieser festgestellte Hang der (linken) Intellektuellen zum Totalitarismus, zur Despotie, zur Tyrannei \u2013 Fitoussi nennt es, mit Bezug auf den US-amerikanischen Politikwissenschaftler und Publizisten Mark Lilla, \u00bbTyranophilie\u00ab, diese Faszination der Intellektuellen f\u00fcr m\u00f6rderische totalit\u00e4re Regime, ist evident.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Unterst\u00fctzung radikaler Ideen, insbesondere des Maoismus, die von einem Teil der Linken der 1960er und 1970er Jahre geteilt wurde, veranschaulicht ein wiederkehrendes Ph\u00e4nomen: das Festhalten an attraktiven, aber destruktiven Anliegen. Dieser Fehler ist kein Einzelfall. In den 1930er Jahren leugneten viele linke Intellektuelle die Hungersnot in der Ukraine und nannten sie ein \u203aantikommunistisches Ger\u00fccht\u2039. Durch dieses Leugnen, das von einflussreichen Medien verbreitet wurde, wurde Millionen von Opfern die internationale Hilfe entzogen. Diese Beispiele unterstreichen eine beunruhigende Wahrheit: Intellektuelle sind keineswegs unfehlbar, sondern erliegen manchmal als Erste der ideologischen Blindheit<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der Intellektuelle: Ein opportunistischer Mitl\u00e4ufer<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Warum tappen famose K\u00f6pfe in diese Fallen? Die Antwort liegt oft in einer zwanghaften Konformit\u00e4t. Intellektuelle bewegen sich in Kreisen, in denen bestimmte Ideen dominieren. Sich diesen Dogmen zu widersetzen, kann zu sozialer Ausgrenzung, Prestigeverlust oder, schlimmer noch, zur \u00c4chtung durch die Medien f\u00fchren. In diesem Zusammenhang ist es sicherer, mit dem Strom zu schwimmen, als gegen ihn anzustrampeln.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zur Veranschaulichung dient das Beispiel der 1960er Jahre, als der Maoismus die intellektuellen Eliten ansprach. Die Verteidigung der chinesischen Kulturrevolution wurde trotz ihrer Gr\u00e4ueltaten als Akt moralischen Mutes angesehen. Diejenigen, die es wagten, Kritik zu \u00fcben, wie George Orwell oder Raymond Aron, wurden oft an den Rand gedr\u00e4ngt. Der franz\u00f6sische Philosoph und Soziologe Raymond Aron, ein Zeitgenosse von Simone de Beauvoir, verurteilte, anders als viele seiner Kollegen, bereits in den 1950er Jahren die Exzesse des stalinistischen Kommunismus. Das Ergebnis? Er wurde isoliert und des Verrats an der Linken beschuldigt. Sein Beispiel zeigt, dass Wahrheit zwar wertvoll ist, aber kurzfristig selten belohnt wird. Intellektuelle, die eine bislang g\u00fcltige Weisheit infrage stellen, m\u00fcssen angesichts des intellektuellen Gruppenkonformismus mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen. Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust, pers\u00f6nliche Angriffe oder das Schweigen der Medien: Die Kosten sind hoch. Dennoch w\u00e4hlen einige diesen Weg, getrieben von der Sorge um die Wahrheit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Doch dieser hohe Preis erkl\u00e4rt, warum so viele Intellektuelle lieber schweigen oder sich vorherrschenden Ideen unterordnen. In einer Welt, in der soziale Medien die Polarisierung verst\u00e4rken, wird es noch riskanter, die Wahrheit zu sagen. Abweichende Meinungen werden schnell abgestempelt, karikiert oder ausgeblendet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Fehler der Intellektuellen bleiben nicht ohne Folgen. Ihr, durch ihren Status verst\u00e4rkte, Einfluss, kann politische Ma\u00dfnahmen, Bewegungen und sogar Trag\u00f6dien beeinflussen. Die Unterst\u00fctzung totalit\u00e4rer Regime wie des Stalinismus oder Maoismus durch bestimmte Denker legitimierte Massengewalt. Heute ist die gleiche Dynamik wieder sp\u00fcrbar. Soziale Medien, ideologische Blasen und Polarisierung verst\u00e4rken das Risiko der Blindheit. Brisante Themen \u2013 wie illegale Masseneinwanderung, Islamisierung, Aufr\u00fcstung, Meinungsfreiheit \u2013 werden oft mit einer Mischung aus Idealismus und Dogmatismus angegangen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">So erinnert etwa die Zensur abweichender Meinungen auf digitalen Plattformen an die \u00c4chtung vergangener Zeiten. Ebenso kann die Begeisterung f\u00fcr bestimmte Anliegen, obwohl sie aufrichtig ist, Exzesse verschleiern. Die Lehre ist klar: Ohne Kritische Wachsamkeit werden sich die Fehler der Vergangenheit wiederholen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In der akademischen Welt ist diese Gefahr am meisten ausgepr\u00e4gt, da dort der Prozess der Bewertung durch Fachkollegen die Logik des sozialen Referenzsystems institutionalisiert. Dadurch besteht das Risiko eines geschlossenen, sich selbst referenzierenden Universums, das von der Realit\u00e4t abgeschottet ist. Wenn zwanzig Forscher, die davon \u00fcberzeugt sind, die Erde sei hohl, eine Forschungsabteilung an einer Universit\u00e4t gr\u00fcnden, k\u00f6nnen sie sich gegenseitig bewerten, wissenschaftliche Arbeiten ver\u00f6ffentlichen, Pr\u00fcfungen abnehmen und Diplome verteilen. Damit erschaffen sie ein geschlossenes System zur Bewertung ihrer eigenen \u00dcberzeugungen. Dieses Beispiel mag weit hergeholt erscheinen, entspricht aber vielleicht doch vielem, was wir heute in gewissen Sozialwissenschaften beobachten k\u00f6nnen, zum Beispiel in den zahllosen Studies: Gender Studies, Postcolonial Studies, Cultural Studies, Queer Studies, Critical Whiteness Studies, Critical Race Theory, Intersektionalit\u00e4t, Fat Studies und so weiter, und so fort.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ideologien verhindern, dass das Gehirn richtig funktioniert, argumentative Virtuosit\u00e4t wird oft in den Dienst des b\u00f6sen Glaubens gestellt und Konformismus, der Wunsch nach Anerkennung und \u00fcberm\u00e4\u00dfige Gewissheit lenken von der Suche nach der Wahrheit ab. Was die Universit\u00e4t betrifft, die einst ein Tempel des Wissens war, besteht die Gefahr, dass sie zu einer geschlossenen, selbstreferenziellen Welt wird, in der die Realit\u00e4t keinen Einfluss mehr hat. Im R\u00fcckgriff auf eine umfangreiche wissenschaftliche Literatur und eine Vielzahl historischer Beispiele warnt Samuel Fitoussi: Es ist immer einfacher, die Fehler der Vergangenheit aufzudecken \u2013 wenn die Geschichte erst einmal geschrieben ist \u2013 als die kollektive Blindheit der Gegenwart.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Angesichts dieser Herausforderungen pl\u00e4diert Fitoussi daf\u00fcr, die Rolle der Intellektuellen neu zu definieren. Anstatt zu versuchen, Wahrheiten aufzuzwingen, sollten sie Debatten, Nuancen und Bescheidenheit f\u00f6rdern. Ihre Mission solle nicht darin bestehen, die Massen zu leiten, sondern die richtigen Fragen zu stellen, auch wenn diese verst\u00f6rend sind. Dieser Weg sei zwar beschwerlich, aber der einzige Weg, der die Intellektuellen mit ihrer Hauptaufgabe in Einklang bringen kann: aufzukl\u00e4ren, statt in die Irre zu f\u00fchren. \u00bb<em>Indem wir kritisches Denken f\u00f6rdern, Mut wertsch\u00e4tzen und Unsicherheiten akzeptieren, k\u00f6nnen wir die Fallstricke der Vergangenheit vermeiden<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die von Fitoussi angesto\u00dfene Debatte ist nicht blo\u00df eine Kritik: Sie ist ein Aufruf zur Wachsamkeit. \u00bb<em>In einer Welt, in der Ideen die Zukunft gestalten, ist es die Pflicht von uns allen \u2013 Intellektuellen wie Nicht-Intellektuellen, die Wahrheit zu suchen, koste es, was es wolle<\/em>.\u00ab Denn wie Orwell sagte: \u00bb<em>Freiheit ist das Recht, den Leuten zu sagen, was sie nicht h\u00f6ren wollen<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Fazit und politische Schlussfolgerung<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Man kann zwar, wie Fitoussi, die Intellektuellen bitten, diesen W\u00fcnschen nachzukommen. Das d\u00fcrfte aber erst dann Fr\u00fcchte tragen, wenn diese l\u00e4stige Klasse zur R\u00e4son gebracht wurde. Und sie muss, was ja Fitoussi urspr\u00fcnglich beklagte, f\u00fcr ihre Fehler und ihren Hochmut bezahlen. Einen Ansatz bietet als Idee das US-amerikanische DOGE-Beispiel. Das \u203aDepartment of Government Efficiency\u2039 (dt.: Abteilung f\u00fcr Regierungseffizienz) hatte zur Aufgabe, den \u00fcberbordenden Staat samt Personal auf seine Grundfunktionen zur\u00fcck zu stutzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das, was unter Staat verstanden wird, und diejenigen, die glauben der Staat zu sein, m\u00fcssen massiv zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, eingeschr\u00e4nkt und beschr\u00e4nkt werden. Dazu geh\u00f6rt auch die Erm\u00f6glichung der strafrechtlichen Verfolgung von Machtmissbrauch oder Geldverschwendung durch Politiker, Beamte, Beh\u00f6rdenvertreter u.\u00c4. seitens einer neu zu schaffenden Funktion unabh\u00e4ngiger, turnusm\u00e4\u00dfig zu w\u00e4hlender B\u00fcrgeranw\u00e4lte. Als unabh\u00e4ngige Ankl\u00e4ger br\u00e4uchten sie die Befugnis gegen Politiker, Beamte, Richter, Staatsanw\u00e4lte und Professoren, z.B. auf Grundlage der Verursacherhaftung, zu ermitteln und diese ggf. auch zu inhaftieren. Dar\u00fcber hinaus bedarf es einer Wahlpflicht f\u00fcr Richter und Staatsanw\u00e4lte (wie z.B. in 43 US-Bundesstaaten) mit begrenzter Amtszeit, sowie die entsch\u00e4digungslose Entlassung aller Steuergeld verschwendenden Funktionstr\u00e4ger, die einerseits ausschlie\u00dflich auf den Staat (d.h. den Nettosteuerzahler) fixiert sind als einzige Einkommensquelle f\u00fcr ihre sch\u00e4dliche Ideologiearbeit, mit der sie andererseits alle einfachen normalen Menschen ebenso verachten wie die gew\u00f6hnliche, wertsch\u00f6pfende Arbeit insgesamt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Was m\u00f6glich w\u00e4re, veranschaulicht die breit angelegte Justizreform in Mexiko. Am Sonntag, dem 01.06.2025, konnten die Wahlb\u00fcrger <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/weltpremiere-mexikaner-bestimmen-die-richter-des-landes\/a-72758454\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erstmals<\/a> die Richter des Landes direkt w\u00e4hlen. Ausl\u00e4ndische Kritiker, etwa die OAS (Organisation amerikanischer Staaten), sehen dabei insbesondere die Gefahr der politischen und \u00bbpopulistischen\u00ab Einflussnahme auf den Wahlkampf der Richterkandidaten. Es wird behauptet, manche von ihnen st\u00fcnden mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung. Das mexikanische <a href=\"https:\/\/www.gob.mx\/sre\/prensa\/mexico-expresa-su-desacuerdo-a-la-oea-sobre-informe-preliminar-de-las-elecciones-al-poder-judicial\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Au\u00dfenministerium<\/a> konterte indessen solche Vorw\u00fcrfe mit dem Hinweis, dass die Direktwahl von Richtern eine demokratische Ma\u00dfnahme sei, die auf mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht im Justizwesen abziele. Die mexikanische Richterwahl erfolgte auf allen Ebenen. Ausgeschrieben waren 881 Richterposten auf Bundesebene, einschlie\u00dflich des Obersten Gerichtshofs in Mexiko-Stadt, sowie 1.749 weitere Stellen f\u00fcr Richter und Staatsanw\u00e4lte auf lokaler Ebene.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zum Vergleich: Wie transparent ist etwa der <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/-bundesverfassungsgericht-kopftuch-fur-richterinnen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kuhhandel<\/a> um die Posten der deutschen Verfassungsrichter, die ausschlie\u00dflich nach Parteienproporz gek\u00fcrt werden? Wie transparent sind die h\u00e4ufigen <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article234439660\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abendessen<\/a> von Spitzenpolitikern mit Verfassungsrichtern? Oder, wie unabh\u00e4ngig sind deutsche Staatsanw\u00e4lte?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00b9Beamte, Staatsanw\u00e4lte, Richter, Universit\u00e4ts- und Hochschulprofessoren, Angestellte des \u00f6ffentlichen Dienstes, Parteipolitiker, Personal steuerfinanzierter, staatsnaher NGOs und sonstige staatsnah Besch\u00e4ftigte.<br \/>\n\u00b2Selbstst\u00e4ndige und Freiberufler im Allgemeinen; Unternehmer, Gewerbetreibende, Handwerker, Landwirte usw. im Speziellen.<br \/>\n\u00b3Warren Buffet: \u00bbThere\u2019s class warfare, all right, but it\u2019s my class, the rich class, that\u2019s making war, and we\u2019re winning\u00ab (dt.: \u00bbEs herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg f\u00fchrt, und wir gewinnen\u00ab), New York Times, 26.11.2006.<br \/>\n\u2074re:publica 2024: Was wahr ist &#8211; Ein Gespr\u00e4ch zwischen Carolin Emcke und Claudia Kemfert, YouTube, 03.06.2024<br \/>\n\u2075Gaetano Mosca, Die Politische Klasse (Band 1), Seite 9, epubli; 3. Edition (27. Januar 2020). <\/small><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u2076<a href=\"https:\/\/ich-habe-mitgemacht.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ich-habe-mitgemacht<\/a> \u2026 <span style=\"color: #000000;\">Das Archiv des Corona-Unrechts, 2023. Herausgegeben von Burkhard M\u00fcller-Ullrich:<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbQuerdenker sind Terroristen, Amokl\u00e4ufer\u00ab (Mario Sixtus, Publizist, Drehbuchautor, Journalist, 20.12.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbGegner der Corona-Impfung sind \u203agef\u00e4hrliche Sozialsch\u00e4dlinge\u2039\u00ab (Rainer Stinner, ehem. MdB, FDP, 06.08.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbImpfgegner sind Staatsfeinde\u00ab (Udo Knapp, Politologe, Politiker, Publizist u.a. f\u00fcr taz, 20.02.2023).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbWir hatten noch nie eine so gro\u00dfe Gruppe von Staatsfeinden\u00ab (Karl Lauterbach, SPD, Bundesminister f\u00fcr Gesundheit im Kabinett Scholz 2021-2025, 17.04.2022).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbKein Mitleid mit Ungeimpften\u00ab (Anton Faber, Domkapitular und Dompfarrer, Stephansdom, Wien, 15.11.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbRegierungskritiker \u203aisolieren\u2039\u00ab (Sebastian Koos, Professor f\u00fcr Soziologie, Universit\u00e4t Konstanz, 02.08.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbAufsp\u00fcren! Einfangen! Internieren &amp; durchimpfen!\u00ab (Aufkleber Antifaschistische Aktion, 20.11.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbHeute ist so ein Tag, an dem ich jedem freiwillig Ungeimpften gern kommentarlos aufs Maul hauen w\u00fcrde\u00ab (Bianca Blomenkamp, Fraktionsvorsitzende B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, Bezirksversammlung Harburg; u.a. Fachsprecherin f\u00fcr Antidiskriminierung, 06.12.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u00bbIm Zweifelsfall Pfefferspray und Schlagst\u00f6cke einsetzen\u00ab (Saskia Weishaupt, MdB, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, 22.12.2021).<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">\u2077Foto \u00a9 Bundesarchiv, Bild 183-C0718-0052-001 \/ CC-BY-SA 3.0,<\/span> <a title=\"Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 de\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en\">CC BY-SA 3.0 de<\/a>, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5361193\">Link<\/a><br \/>\n<\/small><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00a9 \u203aInfodienst fut\u016brum\u2039. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/small><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klassenkampf nach altmarxistischer Theorie sollte zwischen ausbeutenden Klassen (Kapitalisten) und ausgebeuteten Klassen (Proletarier) stattfinden. Er fand in \u203aReinform\u2039 so nie und nirgends statt. Marx irrte sich hinsichtlich der Akteure, aber nicht hinsichtlich der Tatsache des Klassenkampfes. Insbesondere die Asymmetrie der Macht ist nach wie vor technischer Kern jedes Klassenkampfes. 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