{"id":216729,"date":"2025-03-20T13:08:45","date_gmt":"2025-03-20T12:08:45","guid":{"rendered":"https:\/\/infodienst.info\/?p=216729"},"modified":"2026-01-22T21:18:26","modified_gmt":"2026-01-22T20:18:26","slug":"die-these-des-prof-betz-die-zukunft-des-krieges-ist-der-buergerkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infodienst.info\/?p=216729","title":{"rendered":"Die These des Prof. Betz: Die Zukunft des Krieges ist der B\u00fcrgerkrieg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der traditionelle Erzfeind eines Staates ist nicht mehr zwingend ein anderes Land oder eine fremde Macht. Vielmehr scheint der mit zahlreichen Masken auftretende Feind zunehmend im Inneren zu lauern. Der am renommierten Londoner King\u2019s College im \u00bbDepartment of War Studies\u00ab t\u00e4tige britische Professor kanadischer Herkunft,<\/span> <a href=\"https:\/\/www.kcl.ac.uk\/people\/professor-david-j-betz\">David J. Betz<\/a>, <span style=\"color: #000000;\">kommt im Rahmen seiner Forschung zum Ergebnis, dass die Zukunft des Krieges (im Westen) der B\u00fcrgerkrieg sein wird. Grundlagen seiner Prognosen sind einerseits die intensive, rund zehnj\u00e4hrige Untersuchung der dunklen Ecken des Internets, bei der er registrierte, was angehende Revolution\u00e4re, Neo-Anarchisten und M\u00f6chtegern-Milizen denken und reden. Andererseits sieht er die Unvermeidlichkeit eines offenen, aktiven und gro\u00df angelegten B\u00fcrgerkriegs in Nordamerika und in Westeuropa im Versagen der derzeitigen gesellschaftlichen Strukturen, das sich immer weiter beschleunigt. Die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung der Sicherheit und des Wohlstands im Westen geht laut Betz heute von seiner eigenen sozialen Instabilit\u00e4t, seinem strukturellen und wirtschaftlichen Niedergang, seiner kulturellen Verk\u00fcmmerung und vom Kleinmut sowie der Inkompetenz der herrschenden Bildungs-, Medien-, Wirtschafts- und Politklassen aus. Die normale Politik erwecke den Anschein, unf\u00e4hig, aber auch unwillig zu sein, die dr\u00e4ngenden Probleme der B\u00fcrger zu l\u00f6sen. Stattdessen stiegen die Steuern und Abgaben (z.B. CO\u2082-Steuer), die Meinungsfreiheit werde eingeschr\u00e4nkt (z.B. Digital Services Act, Meldeportale), die sozialen Schieflagen ignoriert (z.B. Altersarmut) und wirtschaftliche Unsicherheiten bewusst herbeigef\u00fchrt (z.B. durch Zins und Tilgung f\u00fcr die als Billionen-\u00bb<a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2025\/kw12-de-sondersitzung-1056916\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sonderverm\u00f6gen<\/a>\u00ab verharmlosten Schulden, die wahrscheinlich nie mehr zur\u00fcckgezahlt werden k\u00f6nnen und viele Generationen fesseln d\u00fcrften). Die Menschen n\u00e4hmen dies zunehmend wahr und ihr Vertrauen in die Regierung scheine angesichts der offensichtlichen Unwilligkeit oder Unf\u00e4higkeit der parteipolitischen Klasse, sich der Situation ehrlich zustellen, immer weiter zu sinken.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Betz erwartet \u00bbersch\u00fctternde gesellschaftliche Spaltungen entlang der Sollbruchstellen des Multikulturalismus\u00ab wie auch entlang der Kl\u00fcfte eines neuartigen Klassenkampfes. Dieser Klassenkampf wird \u2013 nach Ansicht des Autors \u2013 von der parasit\u00e4ren Klasse eines steuergeldfinanzierten und staatsnah oder beim Staat angestellten urban-akademischen Lumpenproletariats gef\u00fchrt, das sich aggressiv gegen die quantitativ schrumpfende Klasse der wertsch\u00f6pfend T\u00e4tigen und Nettosteuerzahler wendet. Dieser Klassenkampf, der etwas metaphorisch als \u00bbKulturkampf\u00ab bezeichnet werde, nehme hinsichtlich des Ausma\u00dfes der gegenseitigen D\u00e4monisierung und Abneigung zunehmend den Charakter eines tats\u00e4chlichen Krieges an. Dar\u00fcber hinaus sieht er eine ausgepr\u00e4gte l\u00e4ndliche versus st\u00e4dtische Dimension, insbesondere Angriffe auf die Infrastruktur sowie eine R\u00fcckkehr zum \u00bbSchock des Alten\u00ab \u2013 d.h. R\u00fcckfallmutationen zu brutalen Taktiken, insbesondere den Einsatz von Hungersn\u00f6ten und der Zerst\u00f6rung von Unterk\u00fcnften als Zwangsmittel. Im Mittelpunkt eines wahrscheinlich kommenden B\u00fcrgerkriegs stehe die Zerst\u00f6rung \u00bbglobaler\u00ab St\u00e4dte durch Ausnutzung ihrer inh\u00e4renten Instabilit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Betz erhofft sich keine Chance mehr, die bevorstehenden B\u00fcrgerkriege noch zu verhindern. Als bedauerliche Realit\u00e4t m\u00fcsse zur Kenntnis genommen werden, dass die Gesellschaft den Punkt, an dem es noch eine Umkehr gegeben h\u00e4tte, bereits \u00fcberschritten habe (Point of No Return). \u00bb<em>Das Beste, was wir hoffen k\u00f6nnen, ist, dass wir, ausgestattet mit der folgenden Vorwarnung, erkennen, was weshalb geschieht, und wie vielleicht die Zeit des gesellschaftlichen Schmerzes abgemildert und verk\u00fcrzt werden kann<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ausgangspunkt seiner Prognose ist die Binsenweisheit, dass mit zunehmender gesellschaftlicher Komplexit\u00e4t die Entropie zunimmt, je weiter wir uns entlang der Zeitachse vorw\u00e4rtsbewegen.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<h6 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Anmerkungen zur Entropie<\/span><\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der aus dem Altgriechischen stammende Begriff Entropie (altgriechisch: \u1f10\u03bd\u03c4\u03c1\u03bf\u03c0\u03af\u03b1) bedeutet so viel wie Umwandlung. Entropie beschreibt sowohl eine physikalische Zustandsgr\u00f6\u00dfe als auch ein Ma\u00df aus der Informationstheorie (hier wird Entropiezunahme als Informationsverlust verstanden). Ausgehend vom zweiten Hauptsatz der Thermodynamik und verwandten Erkenntnissen, beschreibt Entropie in Bezug auf politische und gesellschaftliche Strukturen entweder \u2013 bildlich \u2013 ein Ma\u03b2 f\u00fcr \u00bbsoziale Unordnung\u00ab oder einen von Informations- und Wahrscheinlichkeitstheorien abgeleiteten Indikator f\u00fcr verf\u00fcgbare oder nicht verf\u00fcgbare Information bzw. eine Funktion von Wissen und Unwissen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">So geht der Soziologe Manfred W\u00f6hlcke\u00b9 davon aus, dass in sozialen Systemen bestimmte Kr\u00e4fte wirksam sind: die Tendenz zur \u203aSyntropie\u2039 (begrifflicher Gegensatz zu Entropie), manchmal auch als \u203aNegentropie\u2039 bezeichnet, zur Aufrechterhaltung von Ordnung, zum Aufbau von Organisationsstrukturen, und die Tendenz zur Entropie, zur Unordnung, zum Verfall. Soziale Entropie wird in der bislang komplexesten Gesellschaftsform, der wissenschaftlich-technischen Zivilisation, am deutlichsten sicht-bar, weil hier das erforderliche Ma\u00df an syntropischen Gegenkr\u00e4ften nicht mehr erreicht werden kann. Die Folge ist die soziokulturelle Desintegration, der Zerfall. Zerfallserscheinungen sind etwa \u00dcberv\u00f6lkerung, Fl\u00fcchtlings- und Einwanderungsstr\u00f6me, \u203aMerkel-Poller\u2039 (im Boden befestigte Pfosten) in Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und auf Weihnachtsm\u00e4rkten, Zweiklassenjustiz, Melde- und Hinweisstellen zur Denunziation missliebiger Mitb\u00fcrger, Rauschmittelfreigabe, Sch\u00fcler, die Lehrer verpr\u00fcgeln, Verwahrlosung des \u00f6ffentlichen Raums, durch Graffiti massenhaft verschandelte H\u00e4userw\u00e4nde, Denkm\u00e4ler oder S- und U-Bahn-Waggons, antiautorit\u00e4re Erziehung, Poledance-Shows von Dragqueens in Kinderg\u00e4rten usw.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Durch eine solche Gesellschaft vagabundieren gesellschaftliche Teilmengen (und Ma\u00dfnahmen), die entweder hochentropisch oder aber auch hochsyntropisch sind. Sekten und Terrorgruppen (oder auch die Mafia) zeichnen sich durch ein H\u00f6chstma\u00df an Binnenordnung aus, sind also nach innen hochsyntropisch, leisten aber gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur \u203aEntropierung\u2039 der Gesamtgesellschaft. Hochentropisch sind auch multiethnische oder aber auch \u00fcberalternde Gesellschaften. Multikulturelle, d.h. multiethnische Gesellschaften sind fragmentierte Gesellschaften h\u00f6chster Entropie und geringster gemeinsamer Identit\u00e4t und Koh\u00e4renz. Der Verlust an Identit\u00e4t wird von au\u00dfen (und innen) mittels Infiltration fremder Identit\u00e4ten nicht gebremst, sondern weiter beschleunigt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der (vergebliche) Versuch Entropie zu senken verursacht immer Kosten. Insbesondere solche, die nicht in Geld messbar sind, also Opportunit\u00e4tskosten. Die erw\u00fcnschte Ordnung kommt nicht von allein zustande, denn sie ist m\u00fchsame und energieaufw\u00e4ndige Entropieverringerung. Es m\u00fcssen also Arbeit und Kosten, nicht nur in Form von Geld, aufgebracht werden, um (wieder) Ordnung zu schaffen. Wobei die \u203aEntropierung\u2039 nie angehalten, sondern allenfalls verlangsamt werden kann. Und auch dies ist zweifelhaft. Der Kulminationspunkt gesellschaftlicher Entropie ist der B\u00fcrgerkrieg.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00b9Manfred W\u00f6hlcke, Das Ende der Zivilisation. \u00dcber soziale Entropie und kollektive Selbstzerst\u00f6rung, <\/small><\/span><small><\/small><span style=\"font-size: 8pt;\"><small><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Das-Ende-Zivilisation-kollektive-Selbstzerst\u00f6rung\/dp\/3423340541\">dtv<\/a><\/small><\/span><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>, M\u00fcnchen 2003<\/small><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Betz verweist seinerseits darauf, dass au\u00dfer ihm auch andere Wissenschaftler und Experten die Lebensverh\u00e4ltnisse in mehreren gro\u00dfen westlichen Staaten bereits inmitten eines B\u00fcrgerkriegs niedrigen Grades, d.h. eines molekularen B\u00fcrgerkriegs, angekommen sehen. In Frankreich unterzeichneten im Jahr 2021 deshalb tausend Angeh\u00f6rige der Streitkr\u00e4fte, darunter 20 pensionierte Gener\u00e4le, einen<\/span> <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-56899765\">offenen Brief<\/a>, <span style=\"color: #000000;\">in dem sie vor einem drohenden B\u00fcrgerkrieg warnten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zur Untermauerung seiner Thesen schl\u00e4gt Betz zun\u00e4chst in der Literatur zu B\u00fcrgerkriegen nach. Demnach herrsche Einigkeit in zwei Punkten: Erstens seien B\u00fcrgerkriege kein Problem f\u00fcr reiche Staaten, und zweitens seien L\u00e4nder mit einer stabilen, vom Volk legitimierten Regierung weitgehend frei von diesem Ph\u00e4nomen. Demokratien, die als legitim wahrgenommen werden, seien ebenso stabil wie starke Autokratien. Im ersten Fall wegen des Vertrauens in ein gerechtes politisches System; im zweiten Fall wegen des Repressionsapparats, der Oppositionelle identifiziert und \u00bbeinhegt\u00ab oder bestraft, bevor sie Wirkung entfalten (aktuelle Beispiele sind Saudi-Arabien, Singapur, T\u00fcrkei, VAE).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein wesentlicher Treiber in Richtung B\u00fcrgerkrieg ist die \u2013 insbesondere ethnische \u2013 Fragmentierung einer Gesellschaft. Bereits 1991 bezichtigte der US-amerikanische Historiker und Pr\u00e4sidentenberater Arthur M. Schlesinger in seinem Buch \u00bbThe Disuniting of America. Reflections on a Multicultural Society\u00ab den \u00bbKult der Ethnizit\u00e4t\u00ab, die Einheit der US-amerikanischen Gesellschaft zunehmend zu untergraben. Betz unterstreicht, dass vollkommen heterogene Gesellschaften nicht anf\u00e4lliger f\u00fcr B\u00fcrgerkriege seien als sehr homogene. Die Tendenz, Gesellschaften in eine un\u00fcberschaubare Zahl kleiner und kleinerer Minderheiten zu zerspalten, folge dem Prinzip \u00bbteile und herrsche\u00ab als einem wirksamen Kontrollmechanismus zur Steuerung einer Bev\u00f6lkerung und zur Herrschaftssicherung. Auch solche Gesellschaften, in denen sich etwa gleichstarke Minderheiten gegenseitig misstrauen und zugleich in Schach halten, ist die Gefahr eines B\u00fcrgerkriegsausbruchs gering. Am meisten gef\u00e4hrdet und am instabilsten gelten indessen \u00bbm\u00e4\u00dfig homogene\u00ab Gesellschaften, insbesondere dann, wenn eine nominelle Mehrheit oder eine bedeutende Minderheit einer dominanten Gruppe eine \u00c4nderung ihres Status erf\u00e4hrt, der mit einem Einfluss- und Mitgestaltungsverlust einhergeht oder als politische Niederlage empfunden wird. Wenn sie also nicht mehr dar\u00fcber entscheiden kann, welche Sprache gesprochen wird, welche Gesetze durchgesetzt werden, welche Traditionen verehrt werden. Wenn sie andererseits aber \u00fcber die Mittel verf\u00fcgt, auf eigene Faust zu revoltieren, dann sei es nicht mehr weit zur Insurrektion.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zum Ph\u00e4nomen des gesellschaftlichen Stabilit\u00e4tsankers \u00bbVertrauen\u00ab hat u.a. der Politikwissenschaftler und Professor an der Harvard University, Robert David Putnam, geforscht. Er gilt als einer der einflussreichsten Soziologen der Gegenwart. Im Rahmen seiner<\/span> <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schildkroetenmentalitaet-und-ethnische-diversitaet-100.html\">Untersuchungen<\/a> <span style=\"color: #000000;\">kommt er zum Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen Vielfalt einer Gesellschaft und Misstrauen unter deren Mitgliedern gibt: Je diverser die Gruppe, desto weniger vertrauen sich deren Mitglieder untereinander. Dies gelte in Los Angeles, eine der St\u00e4dte mit dem gr\u00f6\u00dften Bev\u00f6lkerungs-Mix weltweit, genauso wie im l\u00e4ndlichen Kansas. In sehr diversen Gemeinschaften, so die Analyse Putnams, trauen die Menschen sogar denen nicht mehr, die so sind wie sie selbst. Seine Ergebnisse w\u00fcrden sich unabh\u00e4ngig vom Standort best\u00e4tigen, sagte er: Je gemischter die Gesellschaft, desto misstrauischer w\u00fcrden die Leute. Sie z\u00f6gen sich ins Private zur\u00fcck, vor allem vor den Fernseher und ins Internet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zwar verwies Putnam in Interviews auf den Nutzen der Einwanderung f\u00fcr moderne Gesellschaften, da sie Kreativit\u00e4t und Energie freisetzen k\u00f6nnten. Als Beispiel nannte er in diesem Zusammenhang den \u00fcberproportional hohen Anteil von Einwanderern unter den US-amerikanischen Nobelpreistr\u00e4gern. Erfolgreiche Einwanderungsgesellschaften \u00fcberw\u00e4nden Putnam zufolge diese schwierige Anfangsphase auf l\u00e4ngere Sicht und bildeten eine neue nationale oder kommunale Identit\u00e4t jenseits ethnischer Grenzen aus. Indessen ist die europ\u00e4ische Einwanderung in einen leeren Kontinent ohne Sozialsystem Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mit der muslimischen Besiedlung europ\u00e4ischer Wohlfahrtsstaaten mit hoher Bev\u00f6lkerungsdichte und einer mehr als zweitausend Jahre alten gewachsenen Tradition<\/span>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.message-online.com\/archiv\/message-1-2007\/leseproben\/beinahe-schon-verbrecherisch\">vergleichbar<\/a>. Ein <span style=\"color: #000000;\">Vergleich ist sogar unangemessen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dar\u00fcber hinaus werde laut Betz die \u00bbpolitische Polarisierung\u00ab durch soziale Medien und Identit\u00e4tspolitik verst\u00e4rkt. Die digitale Vernetzung tendiere dazu, dass Menschen sich st\u00e4rker und h\u00e4ufiger isoliert f\u00fchlen und sich in engeren Interessengruppen zusammenf\u00e4nden. Jede dieser Gruppen werde durch sogenannte \u00bbFilterblasen\u00ab gesch\u00fctzt, in sorgf\u00e4ltig konstruierten Membranen des ideologischen Glaubens, die durch aktive und passive Befeuerung des Medienkonsums st\u00e4ndig verst\u00e4rkt werden. Was man als \u00bbStammeskonflikte\u00ab bezeichnen k\u00f6nnte, ist keineswegs auf die virtuellen R\u00e4ume des Internets beschr\u00e4nkt. Vielmehr manifestiert es sich auch in physischen Auseinandersetzungen in einem sich selbst verst\u00e4rkenden R\u00fcckkopplungszyklus. Aus den j\u00fcngsten Schlagzeilen lassen sich hierf\u00fcr zahlreiche Beispiele anf\u00fchren:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn der Bundesvorsitzende der Partei \u00bbDie Linke\u00ab, Jan van Aken, Straftaten und Rechtsbr\u00fcche durch \u00bblinke\u00ab Gewaltt\u00e4ter gegen als \u00bbrechts\u00ab geframte Personen f\u00fcr richtig h\u00e4lt, da solches dem \u00bb<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/plus255727462\/Straftaten-Jan-van-Aken-und-die-linke-Gewalt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gemeinwohl<\/a>\u00ab diene \u2026<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">wenn Politiker, Kirchengemeinden, Gewerkschafts- und Migrationsfunktion\u00e4re sowie Anw\u00e4lte Asylbewerber dazu anstiften, das Bezahlkarten-System auszuhebeln \u2026<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">wenn der t\u00fcrkischst\u00e4mmige Staatsanwalt mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft, Ya\u015far G., Kriminelle der niederl\u00e4ndischen Kokain-Mafia immer wieder<\/span> <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/staatsanwalt-yashar-g-anklage-hannover-maulwurf-kokain-mafia\">gewarnt<\/a> <span style=\"color: #000000;\">und ihnen Ergebnisse aus Ermittlungsverfahren mitgeteilt hat (das geschieht, wenn die Gesellschaft in Interessengruppen zersplittert ist, deren Loyalit\u00e4t nicht ihrer nominellen Nation gilt) \u2026<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">wenn sich in der 14.782-Einwohner-Gemeinde Harsefeld in Niedersachsen eine B\u00fcrgerwehr <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/niedersachsen\/zu-wenige-polizisten-in-harsefeld-kleinstadt-gruendet-buergerwehr-wegen-jugendgang-686c478fd009353a0c9633fb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bildet<\/a>, da die Polizei (personell) unf\u00e4hig ist, die Bev\u00f6lkerung vor einer migrantisch gepr\u00e4gten Jugendgang zu sch\u00fctzen, die mit Gewalt, brutalen \u00dcbergriffen, Schutzgelderpressung und Drogenhandel die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt &#8230;<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">wenn 47 Prozent der hierzulande niedergelassenen Muslime (bzw. <a href=\"https:\/\/www.uni-muenster.de\/imperia\/md\/content\/religion_und_politik\/aktuelles\/2016\/06_2016\/studie_integration_und_religion_aus_sicht_t__rkeist__mmiger.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T\u00fcrken<\/a>) die Gebote des Islam f\u00fcr wichtiger halten als deutsche Gesetze, wenn 32 Prozent von ihnen eine R\u00fcckkehr zur Gesellschaftsordnung des Propheten ersehnen und sogar 75 Prozent ein Verbot von Kritik und Inhalten fordern, die angeblich ihren Glauben verletzen \u2026<\/span><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">wenn die Islam-Expertin und Ethnologin Susanne Schr\u00f6ter regelm\u00e4\u00dfig unter Polizeischutz steht, wenn der Schriftsteller und Islamkritiker Hamed Abdel-Samad eine engmaschige 24-Stunden-Rundumbewachung durch eine Spezialeinheit des Landeskriminalamtes Berlin erf\u00e4hrt, wenn die liberale Muslimin Seyran Ates sagt, \u00bb<em>ohne Polizeischutz w\u00e4re ich l\u00e4ngst tot<\/em>\u00ab, wenn auch der Islamforscher Mouhanad Khorchide seit Jahren unter Polizeischutz lebt und wenn Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, wegen laufender Anfeindungen und Morddrohungen unter Polizeischutz gestellt werden muss, kurz: wenn grunds\u00e4tzlich jede \u00f6ffentliche Islamkritik (siehe <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/generalbundesanwalt-anklage-mannheim-messer-islamkritik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mannheim<\/a>) nur mit viel Polizeibewachung m\u00f6glich ist,<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">dann sind die Schleusen zur hei\u00dfen Phase eines molekularen B\u00fcrgerkriegs nicht nur erreicht, sondern bereits sperrangelweit offen. Vom laufenden, parteipolitisch und \u00d6RR-medial abgeschirmten Messerdschihad ganz zu schweigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zu diesem g\u00e4renden sozialen Mix gesellt sich schlie\u00dflich noch die wirtschaftliche Dimension, die man nur als \u00e4u\u00dferst besorgniserregend bezeichnen kann. Nach allgemeiner Einsch\u00e4tzung hat der Westen bereits einen wirtschaftlichen Abschwung eingeleitet, eine l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige, weit dramatischere Wiederholung der Finanzkrise von 2008, verbunden mit den Folgen einer Deindustrialisierung der westlichen Volkswirtschaften. Bemerkenswertes Nebenprodukt ist die fortschreitende \u00bb<a href=\"https:\/\/www.fes.de\/portal-zeitenwende\/artikelseite-zeitenwende\/endet-die-dominanz-des-us-dollars#:~:text=Entdollarisierung%20meint%20eine%20systematische%20Reduzierung,des%20US%2DDollars%20als%20Zentralbankreserve.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entdollarisierung<\/a>\u00ab des Welthandels, die durch die Sanktionen gegen Russland noch beschleunigt wurde und auch zu einem rasanten Anstieg der Kosten f\u00fcr Grundg\u00fcter wie Energie, Lebensmittel und Wohnraum f\u00fchrte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In puncto \u00bbFinanzialisierung\u00ab der Wirtschaft, Schuldenaufnahmen und Konsum ist der Westen am Ende der Fahnenstange angelangt, was bedeutet, dass sich eine riesige Kluft hinsichtlich der Wohlstandserwartungen auftut. Wenn es noch etwas gibt, wor\u00fcber sich die Fachliteratur in Sachen Revolutionsgr\u00fcnde einig ist, dann ist es die Gefahr, die von entt\u00e4uschten Erwartungen der B\u00fcrger ausgeht. Bislang wurde in solchen Situationen reflexhaft mit \u00bbBrot und Spiele\u00ab als altbew\u00e4hrtem Ausweg versucht, den \u00bbMob\u00ab von seiner eigenen Misere abzulenken. Doch heutzutage l\u00e4sst die Wirkung beider Methoden rapide nach, insbesondere dann, wenn selbst der einfache Konsum immer unerschwinglicher und die billige Unterhaltung immer teurer wird. Da d\u00fcrften auch Billionenschulden \u2013 nach einem kurzen Strohfeuer \u2013 nichts mehr \u00e4ndern.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zusammenfassend meint Betz, dass bis vor einer Generation fast alle westlichen L\u00e4nder weitgehend geschlossene Nationen waren, die jeweils ein mehr oder weniger ausgepr\u00e4gtes Gef\u00fchl einer gemeinsamen Identit\u00e4t besa\u00dfen und ein gemeinsames Erbe bewahrten. Im Gegensatz dazu sind heute fast alle Staaten des Westens unzusammenh\u00e4ngende politische Einheiten, vereinzelte Puzzlest\u00fccke konkurrierender identit\u00e4tsbasierter St\u00e4mme, die gr\u00f6\u00dftenteils in praktisch getrennten Parallelgesellschaften leben und immer offensichtlicher und gewaltt\u00e4tiger um die schwindenden gesellschaftlichen Ressourcen konkurrieren. Dar\u00fcber hinaus stecken ihre Volkswirtschaften in einem strukturellen Elend fest, das nach Ansicht sachkundiger Beobachter unweigerlich zum systemischen Zusammenbruch f\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Des Weiteren ist Betz der Meinung, das Beste, was dem Westen angesichts dieser Lage widerfahren k\u00f6nne, sei das Niveau der Abscheulichkeiten der zentralamerikanischen B\u00fcrgerkriege der 1970er und 1980er Jahre. In einem solchen Fall sei zumindest dem Teil der Bev\u00f6lkerung ein \u00bbnormales\u00ab Leben m\u00f6glich, der reich genug ist, sich vor den Schaupl\u00e4tzen politischer Attentate, vor Todesschwadronen, staatlicher Repressalien sowie vor Sabotage und einer bl\u00fchenden Kriminalit\u00e4t abzuschotten, die typisch f\u00fcr implodierende Gesellschaften seien.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Wenn der Extremismus in allen m\u00f6glichen Gemeinschaften sichtbar wird<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In den letzten drei\u00dfig Jahren hat sich der Westen \u00fcberfl\u00fcssigerweise in B\u00fcrgerkriege \u00fcberall auf der Welt eingemischt. Er h\u00e4tte lernen k\u00f6nnen, dass es unm\u00f6glich ist, eine geeinte und zugleich vielf\u00e4ltige Gesellschaft aufrechtzuerhalten, wenn Nachbarn damit beginnen, die Kinder des jeweils anderen zu entf\u00fchren und mit Schlagbohrmaschinen zu ermorden, die Kultst\u00e4tten der anderen in die Luft zu jagen, Lehrer oder Religionsf\u00fchrer der anderen abzuschlachten und bei Gottesdiensten unter den Gl\u00e4ubigen Massaker zu ver\u00fcben. Ungef\u00e4hr 75 Prozent der B\u00fcrgerkriege nach dem Kalten Krieg waren ethnisch und\/oder religi\u00f6s fundiert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In der wissenschaftlichen Literatur werden die Szenarien m\u00f6glicher k\u00fcnftiger B\u00fcrgerkriege im Westen angedeutet. Demnach ist nicht, wie im US-amerikanischen Sezessionskrieg (1861-1865), mit dem Zusammenprall schlagkr\u00e4ftiger Heere auf den Schlachtfeldern zu rechnen. Das gegenseitige Schlachten wird vielmehr als ein Kampf aller gegen alle vermutet, ein Kampf zwischen Nachbarn, entlang der Bruchlinien des Glaubens (bzw. Ideologie), der Rasse (Hautfarbe) und der Religion.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Natur der Religion bzw. des Glaubens ist eine n\u00e4here Betrachtung wert. Denn im Wesentlichen handelt es sich bei der Religion bzw. dem Glauben, um die es geht, um die Akzeptanz der Grunds\u00e4tze einer jeweils spezifischen \u00bbIdentit\u00e4tspolitik\u00ab durch alle gesellschaftlichen Gruppen hindurch.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Identit\u00e4tspolitik kann als eine Politik definiert werden, in der Menschen mit einer bestimmten eigenen rassischen, religi\u00f6sen, ethnischen, sozialen oder kulturellen Identit\u00e4t dazu neigen, ihre Partikularinteressen oder Anliegen ohne R\u00fccksicht auf die Interessen oder Anliegen der Allgemeinheit zu verfolgen. Sie ist offenkundig postnational. Vor allem deshalb sind nach Ansicht von Betz k\u00fcnftige B\u00fcrgerkriege im Westen nicht nur wahrscheinlich, sondern praktisch unvermeidlich.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-216736\" src=\"https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x.jpg 1920w, https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x-300x169.jpg 300w, https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x-768x432.jpg 768w, https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/infodienst.info\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Apokalypse-Marodeure-x-1232x693.jpg 1232w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000;\"><small>Die Zukunft europ\u00e4ischer und deutscher St\u00e4dte?<\/small><\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die St\u00e4dte werden fallen<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der B\u00fcrgerkrieg der Zukunft wird haupts\u00e4chlich in st\u00e4dtischen Ballungsr\u00e4umen ausgetragen. Die Siedlungsmuster der Einwanderer weisen eine klare Stadt-Land-Differenz auf. Die St\u00e4dte sind grunds\u00e4tzlich heterogener durchmischt als das Land bzw. die Landbev\u00f6lkerung. Daraus l\u00e4sst sich logischerweise schlussfolgern, dass B\u00fcrgerkriege im Westen, die \u00fcber ethnische Trennlinien hinweg toben, ein deutliches Stadt-Land-Gef\u00e4lle haben werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Unruhen in den St\u00e4dten sind praktisch unvermeidlich und werden wahrscheinlich durch die gleichzeitige Abwanderung der Menschen aus den St\u00e4dten in vermeintlich sichere Gebiete noch verst\u00e4rkt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Viele St\u00e4dte sind bereits infrastrukturelle Ruinen. Die Verwahrlosung des \u00f6ffentlichen Raums ist oft so prek\u00e4r, dass es nur eines kleinen Sto\u00dfes bedarf, um sie [die Infrastruktur] zu zerst\u00f6ren. Kurz gesagt, das ist die strategische Logik, die heute von politischen Extremisten jeder politischen Couleur, insbesondere von Antifa, Autonomen und von mit Terroristen (Dschihadisten) verb\u00fcndeten Familienclans, offen zur Schau gestellt wird. Sie beabsichtigen, den Zusammenbruch der heterogenen Gro\u00dfst\u00e4dte herbeizuf\u00fchren und kaskadierende Krisen auszul\u00f6sen, die zu einem Systemversagen und einer Zeit des Massenchaos f\u00fchren, die sie in der relativen Sicherheit der relativ homogenen, abgeschiedenen l\u00e4ndlichen Regionen auszusitzen beabsichtigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wie abgeschliffen der zivilisatorische Firnis inzwischen ist, offenbarte die einstige Sprecherin der mittlerweile aufgel\u00f6sten Weltuntergangsbewegung \u203aLetzten Generation \u00d6sterreich\u2039, Marina Hagen-Canaval, in einem Interview mit dem Nachrichtenmedium <a href=\"https:\/\/www.oe24.at\/oesterreich\/politik\/ex-klimakleberin-wuensche-nachfolger-die-alles-anzuenden\/639544238\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">oe24.at<\/a>: \u00bb<em>Ich w\u00fcnsche \u00d6sterreich eine viel schlimmere Nachfolgeorganisation, die von mir aus alles anz\u00fcndet. Ich f\u00e4nde es nur angemessen<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr besteht mithin in der Verwundbarkeit der Infrastruktur gegen\u00fcber jeder Art von Angriffen und Angreifern, gegen die sie ungesch\u00fctzt ist (und wahrscheinlich auch nicht gesch\u00fctzt werden kann). Verwundbar ist das Stromnetz ebenso wie das Kommunikationsnetz. Die Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur stark heruntergekommen. Auch die vielen Br\u00fccken und Tunnel stellen bekannte Engp\u00e4sse dar, die leicht angegriffen werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus basieren die Lieferketten der Lebens- und Arzneimittelversorgung auf Just-in-time-Netzwerken, die \u00e4u\u00dferst st\u00f6ranf\u00e4llig sind. Den meisten modernen Stadtbewohnern steht nur ein begrenzter Lebensmittelvorrat f\u00fcr wenige Tage zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine weitere, wichtige Infrastruktur ist die Informationsinfrastruktur. Sie hat mindestens drei miteinander verbundene Aspekte oder Ebenen. Erstens wird es Angriffe auf die Informationsinfrastruktur geben, mit der Absicht, die Kommunikation \u00fcber die normalen Medien zu unterbinden. Damit werden die \u00c4ngste und Bef\u00fcrchtungen der Bev\u00f6lkerung verst\u00e4rkt, vom Informationsgeschehen abgekoppelt zu werden. Zugleich werden die Bem\u00fchungen der Regierung untergraben, auf mehrere und sich \u00fcberlagernde Krisen zu reagieren. Wie im Transport- und Energiebereich ist dies nicht besonders schwierig, da die Infrastruktur kaum bewacht, weitverbreitet und gut bekannt ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wie ernst die Lage ist, macht ein Detail beim Bahnprojekt Stuttgart 21 deutlich. Zum Schutz der Stellwerke (Weichen) vor Sabotage werden die ben\u00f6tigten Leitungen dreifach redundant, unterirdisch und weit voneinander getrennt, verlegt. Auch die \u00fcberall aufgestellten \u00bbMerkelpoller\u00ab (z.B. Betonkl\u00f6tze, im Boden befestigte Pf\u00e4hle oder Pfosten) sind ein Alarmsignal. Heute wird praktisch jede gr\u00f6\u00dfere Veranstaltung, jeder Weihnachtsmarkt und jedes Volksfest von ihnen ges\u00e4umt und abgesperrt \u2013 aufgrund einer anhaltenden Bedrohungslage, die konkret zu adressieren allerdings mit gesellschaftlicher \u00c4chtung verbunden ist. Normal funktionierende Gesellschaften br\u00e4uchten keine, auf solche F\u00e4lle ausgerichtete Abwehrmechanismen. Es h\u00e4tte keinen Sinn. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re dies mit vermeidbar hohen Kosten verbunden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Falle ernsthafter Angriffe auf die kritische Transport- und Logistikinfrastruktur st\u00fcnden die Sicherheitsbeh\u00f6rden vor einer gigantischen Herausforderung an gleich zwei Fronten. Erstens m\u00fcssten sie ein riesiges und verteiltes System sch\u00fctzen, das im Allgemeinen unbewacht und extrem anf\u00e4llig gegen\u00fcber Angreifern ist, die die Schwachstellen genau kennen. Zweitens m\u00fcssten sie gleichzeitig versuchen, die soziale Kontrolle \u00fcber die St\u00e4dte voll hungriger, frierender, w\u00fctender, ver\u00e4ngstigter und sozial atomisierter Menschen aufrecht zu erhalten, die buchst\u00e4blich und im \u00fcbertragenen Sinne pl\u00f6tzlich in die Dunkelheit gesto\u00dfen wurden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Westen seit 2021 Hunderttausende nicht deklarierter moderner Kriegswaffen in die Ukraine lieferte, die sich mitten in einem B\u00fcrgerkrieg befindet. Die Grenze, die Europa von diesem Gebiet \u00bbtrennt\u00ab, ist eine der f\u00fcr den Schmuggel durchl\u00e4ssigsten Grenzen weltweit. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex bef\u00fcrchtet konkret, dass Kriminelle vor allem versuchen werden, \u00fcber die Grenze zu Moldau (Moldawien) hochwertige Milit\u00e4rwaffen, darunter tragbare Flugabwehr- und Panzerabwehrraketen, in die Europ\u00e4ische Union zu schmuggeln.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die B\u00fcrgerkriege, die dem Westen bevorstehen, ethnische Grenzen aufweisen werden, was angesichts der relativen Verteilung der Bev\u00f6lkerungsgruppen stark darauf schlie\u00dfen l\u00e4sst, dass sie einen ausgepr\u00e4gten l\u00e4ndlichen bzw. st\u00e4dtischen Charakter haben werden. Ihre strategische Logik wird darin bestehen, durch Angriffe auf die Infrastruktur die Zerst\u00f6rung von Metropolen herbeizuf\u00fchren, um ein kaskadierendes Systemversagen zu verursachen, das zu unkontrollierbaren Unruhen f\u00fchrt und einen weiteren raschen Niedergang nach sich zieht. Die angewandten Taktiken sind plausibel, da die Stabilit\u00e4t moderner St\u00e4dte selbst in den besten Zeiten fragil ist, eine Tatsache, die von angesehenen Wissenschaftlern festgestellt wurde und die angehende Revolution\u00e4re einfach erkannt haben. In den kommenden \u00bbunruhigen Zeiten\u00ab, die von einem Aggregatzustand h\u00f6chster Entropie gekennzeichnet sein d\u00fcrften, werden viele Einkommensquellen, die im alten \u00bb<a href=\"https:\/\/docupedia.de\/zg\/Fordismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fordistischen Jahrhundert<\/a>\u00ab noch stabil waren, sich in Luft aufl\u00f6sen. Dies betrifft die Renten genauso wie die Pensionen, Mietertr\u00e4ge, Dividenden aus vielen Anlagen, L\u00f6hne und Geh\u00e4lter sowie die Gewinne der KMUs.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch wenn David Betz von der Zwangsl\u00e4ufigkeit seiner prognostizierten Szenarien ausgeht, hei\u00dft das nicht, dass sie tats\u00e4chlich eintreten (m\u00fcssen). Vielmehr steht damit der Anspruch im Raum, dar\u00fcber nachzudenken, was getan werden muss, um sie zu verhindern. Zu verz\u00f6gern. Oder zumindest abzumildern.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00a9 \u203aInfodienst fut\u016brum\u2039. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/small><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der traditionelle Erzfeind eines Staates ist nicht mehr zwingend ein anderes Land oder eine fremde Macht. Vielmehr scheint der mit zahlreichen Masken auftretende Feind zunehmend im Inneren zu lauern. Der am renommierten Londoner King\u2019s College im \u00bbDepartment of War Studies\u00ab t\u00e4tige britische Professor kanadischer Herkunft, David J. 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