{"id":21182,"date":"2025-01-10T11:27:05","date_gmt":"2025-01-10T10:27:05","guid":{"rendered":"https:\/\/infodienst.info\/?p=21182"},"modified":"2025-07-24T17:31:35","modified_gmt":"2025-07-24T15:31:35","slug":"du-bist-gefeuert-sagte-die-ki-zum-chef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infodienst.info\/?p=21182","title":{"rendered":"\u00bbDu bist gefeuert\u00ab, sagte die KI zum Chef"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Letzten Monat prahlte Sebastian Siemiatkowski, Vorstandschef (CEO) des schwedischen Zahlungsanbieters Klarna, dass er seit einem Jahr niemanden mehr eingestellt habe, da sein Unternehmen nun vollumf\u00e4nglich auf KI setze.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Belegschaft sei seit der Umsatzverdoppelung vor einem Jahr um etwa 22 Prozent geschrumpft. In der Zwischenzeit hatte das Unternehmen eine Bewertung von weit \u00fcber 14 Milliarden US-Dollar erreicht, was Siemiatkowski als finanziell erfolgreichen Versuch bezeichnete, vom Hype um KI zu profitieren. In einem Interview mit Bloomberg im Dezember behauptete Siemiatkowski, dass rund 200 Klarna-Mitarbeiter KI f\u00fcr ihre Kernaufgaben nutzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Fintech-Unternehmen, das mit seinem \u00bbKaufe jetzt, bezahle sp\u00e4ter\u00ab-Versprechen Dienste f\u00fcr die E-Commerce-Branche anbietet, machte gro\u00dfes Aufheben um seine OpenAI-ChatGPT-Integration und schw\u00e4rmte in einer Pressemitteilung, dass sein KI-Assistent die Arbeit von \u00bb700 Vollzeitmitarbeitern\u00ab erledigen k\u00f6nne.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber diese Art von angeblich \u00fcbermenschlicher Produktivit\u00e4t kann fatale Folgen f\u00fcr die Arbeitsplatzsicherheit praktisch aller Mitarbeiter des Unternehmens haben \u2013 einschlie\u00dflich der des obersten Chefs, wie sich zwischenzeitlich herausstellte. Es ist eine Entwicklung, vor der Forscher schon lange warnten, n\u00e4mlich, dass im Zeitalter der KI-Automatisierung auch das m\u00f6glich sein k\u00f6nnte. Vereinfacht gesagt, stehen nicht nur einfache Routinet\u00e4tigkeiten auf dem Spiel. Namhafte Forscher hatten bereits in Erw\u00e4gung gezogen, dass auch Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Vorst\u00e4nde im KI-Zeitalter zu einer bedrohten Spezies werden k\u00f6nnten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>F\u00fcr mich ist KI in der Lage, alle unsere Jobs zu \u00fcbernehmen, auch meinen eigenen<\/em>\u00ab, schrieb Siemiatkowski vergangenen Sonntag in einem langen Tweet. \u00bb<em>Denn unsere Arbeit ist einfach nur logisches Denken in Kombination mit Wissen und Erfahrung<\/em>\u00ab, argumentierte er. \u00bb<em>Und der wichtigste Durchbruch, das Denken, liegt hinter uns<\/em>.\u00ab Aber wegen des eigenen Engagements f\u00fcr KI arbeitslos zu werden, ist etwas, wor\u00fcber Siemiatkowski \u00bb<em>nicht super begeistert<\/em>\u00ab ist: \u00bb<em>Meine Arbeit ist f\u00fcr mich ein sehr wichtiger Teil meiner Pers\u00f6nlichkeit, und die Vorstellung, dass sie \u00fcberfl\u00fcssig werden k\u00f6nnte, ist bedr\u00fcckend<\/em>\u00ab, schrieb er. \u00bb<em>Aber ich glaube auch, dass wir ehrlich mit dem sein m\u00fcssen, was wir denken, was passieren wird. Und ich kann nicht so tun, als g\u00e4be es das nicht<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>Mein erster Instinkt ist, dass sie<\/em> [die CEOs] <em>sagen w\u00fcrden: \u203aErsetze alle Angestellten, aber nicht mich<\/em>\u2039\u00ab, meinte der ehemalige Direktor des \u00bbComputer Science and AI Lab\u00ab des MIT (Massachusetts Institute of Technology, Cambridge), Anant Agarwal, letztes Jahr gegen\u00fcber der New York Times. \u00bb<em>Aber ich habe gr\u00fcndlicher nachgedacht und w\u00fcrde sagen, dass 80 Prozent der Arbeit, die ein Unternehmenschef erledigt, durch KI ersetzt werden kann<\/em>.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Abgesehen von dem freudigen Gef\u00fchl der Gerechtigkeit, das einfache Angestellte deshalb versp\u00fcren d\u00fcrften, k\u00f6nnte die Abschaffung von CEOs auch betr\u00e4chtliche Finanzmittel freisetzen. Nach Angaben des Economic Policy Institute (EPI) verdient der durchschnittliche CEO rund 16 Millionen US-Dollar im Jahr \u2013 und das, ohne die Inkompetenz vieler Spitzenmanager zu ber\u00fccksichtigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00bb<em>Die Vorstellung, dass KI jeden menschlichen Job \u00fcbernehmen k\u00f6nne, auch den eines CEOs, ist zum jetzigen Zeitpunkt eher spekulativ als realistisch<\/em>\u00ab, entgegnete Akash Nigam, CEO des KI-Avatar-Unternehmens Genies, gegen\u00fcber Fortune. \u00bb<em>Die Rolle des CEO erfordert nicht nur strategisches Denken, sondern \u2013 was wahrscheinlich noch wichtiger ist \u2013 emotionale Intelligenz, Anpassungsf\u00e4higkeit und differenzierte F\u00fchrungsqualit\u00e4ten \u2013 Eigenschaften, die KI noch nicht vollst\u00e4ndig nachbilden kann<\/em>.\u00ab Wie lang diese Entwarnung tr\u00e4gt, werden die weiteren Entwicklungen zeigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Unter Verwendung eines Artikels von<\/span> <a href=\"https:\/\/futurism.com\/ceo-bragged-replacing-workers-ai-job?\">Futurism<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00a9 \u203aInfodienst fut\u016brum\u2039. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/small><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzten Monat prahlte Sebastian Siemiatkowski, Vorstandschef (CEO) des schwedischen Zahlungsanbieters Klarna, dass er seit einem Jahr niemanden mehr eingestellt habe, da sein Unternehmen nun vollumf\u00e4nglich auf KI setze. Die Belegschaft sei seit der Umsatzverdoppelung vor einem Jahr um etwa 22 Prozent geschrumpft. 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