{"id":1729570,"date":"2026-05-03T21:56:45","date_gmt":"2026-05-03T19:56:45","guid":{"rendered":"https:\/\/infodienst.info\/?p=1729570"},"modified":"2026-05-03T21:56:45","modified_gmt":"2026-05-03T19:56:45","slug":"totalitarismus-der-masse-aus-dem-ungeist-moralischer-selbstgewissheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/infodienst.info\/?p=1729570","title":{"rendered":"Totalitarismus der Masse aus dem Ungeist moralischer Selbstgewissheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In einem <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uPF_UitmAbg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gespr\u00e4ch<\/a> mit dem Schweizer Historiker Pascal Lottaz erl\u00e4uterte der belgische Psychologe Mattias Desmet seine Theorie zu Massenpsychologie und Totalitarismus, wie er sie in seinem Buch <a href=\"https:\/\/www.europa-verlag.com\/Buecher\/6654\/DiePsychologiedesTotalitarismus.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Die Psychologie des Totalitarismus <\/em><\/a>ausf\u00fchrlich beschreibt. Im Zentrum steht die These, dass totalit\u00e4re Bewegungen nicht nur von Machtapparaten ausgehen, sondern vor allem aus psychologischen Prozessen in der Bev\u00f6lkerung selbst entstehen.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Wenn Wissenschaft wackelt<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmets Ausgangspunkt ist \u00fcberraschend wissenschaftskritisch. Er beschreibt, wie er w\u00e4hrend seiner Promotion in der Psychologie auf ein grundlegendes Problem stie\u00df: Viele Messverfahren seien in der Lage, scheinbar pr\u00e4zise Zahlen zu produzieren, aber nicht unbedingt verl\u00e4ssliche Erkenntnisse. Wenn dasselbe psychologische Merkmal auf unterschiedliche Weise gemessen werde, entst\u00fcnden oft stark abweichende Resultate. F\u00fcr ihn war das ein Hinweis darauf, dass ein Teil der Forschung zwar formal korrekt erscheinen k\u00f6nne, aber inhaltlich fragw\u00fcrdig bleibe.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">W\u00f6rtlich: \u00bb<em>Mehr als 85 Prozent der wissenschaftlichen Arbeiten lassen sich nicht reproduzieren<\/em>\u00ab, (siehe auch: \u00bb<a href=\"https:\/\/aeon-z.org\/?p=2616\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Die H\u00e4lfte der Sozialwissenschaften steht auf wackeligem Fundament<\/em><\/a>\u00ab). Daraus leitet er eine breitere Diagnose ab. Die sogenannte Replikationskrise zeige, dass ein erheblicher Teil wissenschaftlicher Arbeiten nicht zuverl\u00e4ssig reproduzierbar sei. Wissenschaft verliere damit einen Teil ihrer Autorit\u00e4t, wenn Ergebnisse zwar ver\u00f6ffentlicht, aber sp\u00e4ter nicht best\u00e4tigt werden k\u00f6nnten. Desmet nutzt dieses Problem nicht, um Wissenschaft pauschal zu verwerfen, sondern um zu zeigen, wie leicht auch akademische Systeme an ihren eigenen Gewissheiten festhalten. Gerade in den Sozialwissenschaften, so seine Warnung, k\u00f6nne methodische Unsicherheit mit institutioneller Selbstsicherheit verschmelzen.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Die Macht der Masse<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Aus dieser Erfahrung entwickelt Desmet seine Theorie der Massenbildung als einer Art kollektiver Psychose. Gemeint ist damit ein Zustand, in dem Menschen ihre kritische Distanz verlieren und sich emotional mit einer kollektiven Erz\u00e4hlung identifizieren. Eine solche Masse besteht nicht einfach aus vielen Menschen, die zuf\u00e4llig die gleiche Meinung haben. Sie entsteht erst dann, wenn ein starkes gemeinsames Narrativ eine Art psychologischen Sog entfaltet, der individuelles Denken \u00fcberlagert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmet betont, dass dies nicht nur passive Anpassung ist. Menschen in Massenbildung seien oft erstaunlich bereit, sich selbst zu opfern, Gewalt zu rechtfertigen oder radikale Ma\u00dfnahmen zu akzeptieren. Gleichzeitig w\u00fcrden sie intolerant gegen\u00fcber \u00bbAbweichlern\u00ab. Wer nicht mitzieht, gilt dann schnell als Bedrohung. Genau darin sieht Desmet die gef\u00e4hrlichste Eigenschaft totalit\u00e4rer Bewegungen: Sie beruhen nicht blo\u00df auf Zwang von oben, sondern auf innerer Zustimmung gro\u00dfer Teile der Bev\u00f6lkerung.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Totalitarismus ist mehr als Diktatur<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Besonderen Wert legt Desmet auf die Trennung zwischen Diktatur und Totalitarismus. Eine klassische Diktatur funktioniert \u00fcber offene Gewalt, Drohung und Kontrolle durch eine Machtelite. Totalitarismus dagegen ist f\u00fcr ihn etwas Tieferes: ein psychologischer Zustand der Gesellschaft, in dem ein Teil der Bev\u00f6lkerung fanatisch an eine Ideologie glaubt und bereit ist, sie aktiv zu verteidigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie erkl\u00e4rt, warum totalit\u00e4re Systeme oft mit Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung entstehen k\u00f6nnen. Sie brauchen nicht nur Polizei und Repression, sondern auch \u00fcberzeugte Anh\u00e4nger: \u00bb<em>Etwa 20 bis 30 Prozent der Menschen glauben fanatisch an diese Ideologie und sie sind bereit, ihre V\u00e4ter, ihre M\u00fctter, ihre Kinder einfach alle beim Staat zu melden, wenn sie der offiziellen Linie nicht folgen.<\/em>\u00ab Desmet verweist auf historische Beispiele wie das nationalsozialistische Deutschland und die stalinistische Sowjetunion. Dort habe sich ein Teil der Gesellschaft mit der offiziellen Ideologie identifiziert und sei bereit gewesen, andere zu denunzieren. Totalitarismus lebt in dieser Sicht nicht nur von Angst, sondern auch von moralischer Selbstgewissheit. Und er lebt, mit anderen Inhalten, in unserer Demokratie weiter.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Einsamkeit als N\u00e4hrboden<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Kern seiner Theorie liegt in der Einsamkeit. Desmet argumentiert, dass moderne Gesellschaften, sp\u00e4testens seit Beginn des 20. Jahrhunderts, Menschen zunehmend atomisieren. Wenn soziale Bindungen schw\u00e4cher werden, verlieren viele Menschen nicht nur Gemeinschaft, sondern auch Sinn. Sie f\u00fchlen sich isoliert, orientierungslos und innerlich angespannt. Aus dieser Lage entstehe ein Zustand, den er als frei schwebende Angst, Frustration und Aggression beschreibt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dieser Zustand ist f\u00fcr ihn der eigentliche N\u00e4hrboden von Massenbildung. Menschen, die sich innerlich unruhig und sinnentleert f\u00fchlen, suchen nach etwas, das ihre diffuse Spannung erkl\u00e4rt und ordnet. Wenn dann eine \u00f6ffentliche Erz\u00e4hlung auftaucht, die dieser Angst ein klares Objekt gibt, kann sie enorme Bindungskraft entfalten. Die Masse f\u00fchlt sich dann nicht mehr heimatlos, sondern eingebunden. Sie erlebt ein Gef\u00fchl von Richtung, Zweck und gemeinsamem Handeln, auch wenn die zugrunde liegende Lage objektiv unver\u00e4ndert bleibt.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Propaganda als L\u00f6sung f\u00fcr Angst<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmet beschreibt Propaganda nicht blo\u00df als L\u00fcge, sondern als psychologisches Angebot. Sie liefert Menschen ein Bild der Welt, das ihre diffuse Angst b\u00fcndelt und handhabbar macht. Dazu kommt eine Strategie, die verspricht, Kontrolle zur\u00fcckzugewinnen. Ob diese Strategie sachlich sinnvoll ist, ist aus seiner Sicht zweitrangig. Entscheidend ist, dass sie emotional wirksam ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das werde beispielsweise an der Pandemiepolitik deutlich. Lockdowns, Masken und \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen erscheinen in dieser Perspektive nicht nur als Gesundheitsinstrumente, sondern auch als kollektive Rituale. Sie erzeugen das Gef\u00fchl, gemeinsam gegen eine Bedrohung zu k\u00e4mpfen. Dadurch entsteht Zusammenhalt, der aber auf Angst basiert, nicht auf echter Verbindung. Die Ma\u00dfnahme wirkt dann wie ein Symbol kollektiver Handlungsf\u00e4higkeit, selbst wenn sie soziale Isolation noch verst\u00e4rkt.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Warum \u00bbgebildete Menschen\u00ab so anf\u00e4llig sind<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Besonders provokant ist Desmets These \u2013 die j\u00fcngst auch der franz\u00f6sische Essayist Samuel Fitoussi \u00e4hnlich \u00e4u\u00dferte (\u00bb<a href=\"https:\/\/www.decolonialisme.fr\/de\/Warum-Intellektuelle-sich-in-Samuel-Fitoussis-Werk-%E2%80%9EDie-guten-Bl%C3%A4tter%E2%80%9C-irren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Warum Intellektuelle Unrecht haben<\/em><\/a>\u00ab), dass h\u00f6her Gebildete nicht weniger, sondern oft mehr anf\u00e4llig f\u00fcr Propaganda seien als Personen mit mittlerer Bildung. Er beruft sich dabei auf Gustave Le Bon und Jacques Ellul. Le Bon hatte bereits im 19. Jahrhundert beschrieben, dass Menschen mit h\u00f6herem Bildungsgrad keineswegs automatisch resistenter gegen Gruppendenken und Massenhysterie seien. Ellul f\u00fchrte diesen Gedanken sp\u00e4ter in seiner Propagandatheorie fort.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmet erkl\u00e4rt das so: Bildungssysteme lehren h\u00e4ufig nicht eigenst\u00e4ndiges Denken, sondern die \u00dcbernahme vorherrschender Sichtweisen. Wer lange sozialisiert wird, die Welt auf eine bestimmte Weise zu interpretieren, entwickelt zwar formale Kompetenz, aber nicht unbedingt geistige Unabh\u00e4ngigkeit. Akademische Bildung kann daher paradoxerweise dazu beitragen, Menschen besonders empf\u00e4nglich f\u00fcr dominante Narrative zu machen. Sie lernen, innerhalb eines etablierten Rahmens sehr pr\u00e4zise zu denken, aber nicht unbedingt, diesen Rahmen selbst zu hinterfragen.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Unsere Demokratie und alte Illusionen<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmets Totalitarismustheorie enth\u00e4lt auch eine grunds\u00e4tzliche Kritik an der modernen Demokratie. Er meint, sie sei historisch auf der Annahme aufgebaut worden, der Mensch sei ein vor allem rationales Wesen. Wenn B\u00fcrger frei seien, so der Idealgedanke, w\u00fcrden sie vern\u00fcnftige Entscheidungen treffen. Doch die politische Realit\u00e4t habe fr\u00fch gezeigt, dass Menschen emotional, suggestibel und gruppenanf\u00e4llig sind. Deshalb sei moderne Demokratie von Anfang an auf Propaganda angewiesen gewesen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In dieser Sicht ist Propaganda kein Betriebsunfall der Demokratie, sondern ihr heimlicher Begleiter. Demokratische Systeme m\u00fcssten Bev\u00f6lkerungen st\u00e4ndig beeinflussen, um stabile Mehrheiten, politische Loyalit\u00e4t und gesellschaftliche Ordnung zu erzeugen. Der Widerspruch besteht darin, dass Demokratien Freiheit versprechen, aber oft auf psychologischer Steuerung beruhen. F\u00fcr Desmet ist das kein Randproblem, sondern ein Strukturmerkmal moderner Politik.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Vom Krieg zur Erz\u00e4hlung<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Besonders scharf wird seine Analyse dort, wo es um geopolitische Narrative geht. Desmet sieht in aktuellen Konflikten nicht nur politische Interessen, sondern auch emotionale Mobilisierung. Wenn eine Gesellschaft bereits von Angst, Vereinzelung und Sinnverlust gepr\u00e4gt ist, lassen sich auch geopolitische Feindbilder leichter verankern. Menschen \u00fcbernehmen dann Deutungen, die ihnen moralische Klarheit und kollektive Positionierung bieten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dabei wird die Bereitschaft zur Vereinfachung selbst zum Problem. Komplexe Konflikte werden in Gut-und-b\u00f6se-Schemata \u00fcbersetzt. Wer Zweifel anmeldet, riskiert Ausgrenzung. Desmet sieht darin ein typisches Zeichen von Massenbildung: Die Gruppe will nicht mehr verstehen, sondern glauben. Das macht sie besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Eskalation, auch bis hin zur Akzeptanz von Krieg.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Die \u00bbRettung\u00ab hei\u00dft Wahrhaftigkeit<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Trotz der d\u00fcsteren Diagnose endet Desmets Denken nicht im Pessimismus. Sein wichtigster Ausweg hei\u00dft Aufrichtigkeit. Wahrheit sprechen, auch wenn sie unbequem ist, schafft aus seiner Sicht einen Bruch in der Logik der Massenbildung. Sie zwingt Menschen, wieder als Individuen aufeinander zu reagieren, statt nur als Tr\u00e4ger eines kollektiven Glaubens.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmet versteht Wahrheit dabei nicht als blo\u00dfe Faktensammlung, sondern als ethische Haltung. Wer wahrhaftig spricht, widersetzt sich nicht nur einer falschen Behauptung, sondern auch dem sozialen Druck zur Konformit\u00e4t. Das ist riskant, weil die Masse auf Wahrheit oft mit Wut reagiert. Doch gerade dieses Risiko macht Wahrhaftigkeit f\u00fcr ihn zu einer politischen Tugend. Sie ist das Gegenmittel gegen kollektive Selbstt\u00e4uschung, weil sie die Verbindung zwischen Menschen wieder auf eine realere Grundlage stellt.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Ein beunruhigendes Bild der Post-Moderne<\/span><\/strong><\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Summe zeichnet diese Theorie ein unruhiges Bild der Gegenwart. Moderne Gesellschaften erscheinen darin nicht automatisch als Fortschritt gegen\u00fcber fr\u00fcheren Formen politischer Ordnung, sondern als fragile Systeme mit gro\u00dfer psychologischer Verwundbarkeit. Wo Einsamkeit w\u00e4chst, wo Bildung Konformit\u00e4t erzeugt und wo Propaganda emotionale L\u00fccken f\u00fcllt, k\u00f6nnen Massenbewegungen entstehen, die demokratische Formen von innen aush\u00f6hlen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Desmet bietet damit keine einfache Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlung, sondern eine Diagnose kollektiver Verwundbarkeit. Sein Blick richtet sich weniger auf \u00bbb\u00f6se Einzelakteure\u00ab als auf die Bedingungen, unter denen ganze Gesellschaften anf\u00e4llig werden. Gerade deshalb wirkt seine Theorie so unbequem: Sie macht Totalitarismus nicht zum exotischen Ausnahmefall, sondern zu einer Gefahr, die aus ganz normalen modernen Zust\u00e4nden unserer Demokratie hervorgehen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 8pt; color: #000000;\"><small>\u00a9 \u00c6ON-Z e.V. Thinktank. Hinweis: Bei der Recherche und Analyse dieses Beitrags wurde unterst\u00fctzend AI eingesetzt. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr den Inhalt liegt bei der Redaktion. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Nachdruck und Weitergabe an Dritte untersagt.<\/small><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Gespr\u00e4ch mit dem Schweizer Historiker Pascal Lottaz erl\u00e4uterte der belgische Psychologe Mattias Desmet seine Theorie zu Massenpsychologie und Totalitarismus, wie er sie in seinem Buch Die Psychologie des Totalitarismus ausf\u00fchrlich beschreibt. 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